„Das Bild wird sich verändern“

Windpark Hüselitz: 36 Anlagen sollen März 2016 fertig sein

Der Lkw mit Bukarester Kennzeichen brachte ein weiteres Element zum Windpark nach Hüselitz. Bei optimalen Windbedingungen kann eine Anlage innerhalb von 24 Stunden montiert werden.

Hüselitz. „Das Bild wird sich verändern“, sagt Andreas Brohm und betitelt diesen Landstrich in der Altmark gar als „Grüne Wiese mit Windkraft“.

Auf dem Gebiet der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte, derer Brohm (parteilos) als Bürgermeister vorsteht, werden die meisten Anlagen gebaut. 42 Windräder sollen insgesamt auf dem genannten und dem Stendaler Territorium entstehen. Zwei Anlagen werden eine Nabenhöhe von 94 Metern erreichen und insgesamt inklusive Rotor 150 Meter hoch sein. Die anderen 40 Windräder werden insgesamt 175 Meter in den Himmel ragen, wobei die Nabenhöhe 119 Meter beträgt. 75 000 Lkw – von der Kiesladung bis zur Teilelieferung – sind in dem logistischen Großsystem zirka eingerechnet.

Für Brohm und auch für Stendals Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) ist diese Form der Energiegewinnung noch Neuland.

Auf dem Gebiet der Kreisstadt setzte man bisher auf Photovoltaik, jene, die auf Tangerhütter Boden investierten, probierten als nachhaltiges Medium Biogasanlagen aus. Brohm ist sich sicher, dass die „400 Anlieger von den Anlagen profitieren“ werden. Das sehen auch die Vertreter der Anlagenhersteller so, die den Standort des Windparks Hüselitz und die Altmark als „Referenz für die Energiegewinnung aus Wind“ betiteln.

„Wir waren bemüht, Firmen aus dieser Ecke“ zu beauftragen, am Windpark mitzuwirken, so Windparkverwalter Dietmar Knünz, ETE-Geschäftsführer, bei der Vorortbesichtigung. So lag zum Beispiel der Bau der mächtigen Fundamente in der Hand einer Osterburger Tiefbaufirma, die sich zu dem um den Bau des Systems aus Zufahrtswegen kümmerte, die quer durch die landwirtschaftlichen Nutzflächen führen.

Innerhalb von 24 Stunden kann eine Anlage aufgebaut werden, vorausgesetzt, der Beton des Sockels ist trocken. Auch der Abbau würde zügig gehen, innerhalb von zwei Wochen, rückstandslos. Doch sollen die Anlagen erst einmal so lange wie möglich laufen.

Von Alexander Postolache

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