Max Marder: Neues Bundesliga-Orakel und Liebling der Facebook-Gemeinde

Dann wird er eben dressiert

Hier soll Max Marder gerade entscheiden, wo denn das Essen nun besser schmeckt, bei der Feuerwehr (links) oder beim Technischen Hilfswerk. Nun soll der freche Vierbeiner zum neuen Bundesliga-Orakel werden, wenn er wieder auftaucht. Foto: Privat

Tangerhütte. Was kann man tun, wenn man auf seinem Dachboden auf einmal einen tierischen Mieter zu Gast hat? Genau, man versucht schnellstmöglich, ihn wieder los zu werden.

So einfach dachte sich das auch Elektroingenieur Thomas Schmidt aus Tangerhütte und stellte für seinen nächtlichen Besucher, Max den Marder, eine Falle auf. Nach mehreren Anläufen und einem geglückten Fluchtversuch des tierischen Hausgastes, die Schmidt mit einer versteckten Kamera gefilmt und ins Internet gestellt hat (AZ berichtete), macht er jetzt aus der Not eine Tugend und findet sich mit seiner Anwesenheit ab.

Allerdings, so ganz will er Max Marder auch nicht in Ruhe lassen. „Wenn er schon nicht gehen will, wird er eben dressiert“, so Schmidt. Und so muss das Tier täglich neue Aufgaben erfüllen, um an sein Futter auf dem Dachboden des Schmidtschen Hauses zu gelangen. Sein Vermieter, im Aushecken von Streichen nicht ganz unkreativ, baut ihm immer schwierigere Hindernisse. So sollte Max Marder erst eine Stange hochklettern, um sich sein Stück Käse zu ergattern. Nun ließ Schmidt die Facebook-Nutzer sogar darüber wetten, von welchem Teller das Tier seine Leckereien zuerst holt: Feuerwehr oder Technisches Hilfswerk. Selbstverständlich wird der Marder bei seiner Auswahl gefilmt, das Ergebnis sofort ins Netz gestellt, zur Freude für alle, die für das THW abgestimmt haben.

Jetzt soll Max Marder zum Orakel ausgebildet werden und die Gewinner für die kommenden Bundesligaspiele vorhersagen. Dafür hat Thomas Schmidt seinem neuen Haustier zwei Kästen gebaut, davor die Teller mit den Leckereien gestellt und wartet nun ab, von welchem Teller zuerst genascht wird.

So verrückt es auch klingt, so sehr freut es die Fangemeinde. Allein auf Facebook hat Max Marder bereits fast 80 Freunde, informiert sie täglich mit seinen neuesten Entdeckungen und feixt über seinen Vermieter. Momentan befindet er sich anscheinend auf der Flucht, vielleicht wurde ihm der Rummel um seine tierische Persönlichkeit zu groß. Es bleibt spannend um Max Marder.

Von Tanja Andrys

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