Eine Kette für den Lückenschluss

Bürger der Einheitsgemeinde Tangerhütte kämpfen für Radwegprojekt

Ziehen in Sachen Radweg an einem Strang (v.l.): Steffen Volkstedt, Ortsbürgermeister von Birkholz, Landrat Carsten Wulfänger, Initiatorin Edda Ahrberg und Einheitsgemeindebürgermeister Andreas Brohm.
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Ziehen in Sachen Radweg an einem Strang (v.l.): Steffen Volkstedt, Ortsbürgermeister von Birkholz, Landrat Carsten Wulfänger, Initiatorin Edda Ahrberg und Einheitsgemeindebürgermeister Andreas Brohm.

Cobbel/Birkholz – Es ist vollbracht: Fast 400 Leute mit Schals, die eine Strecke von knapp 1,5 Kilometer markierten.

Auch wenn die Menschen-Schal-Kette zwischen Cobbel und Birkholz nicht ganz von Ortsschild zu Ortsschild reichte, war die Aktion für die Organisatoren ein voller Erfolg.

Eine solche Mobilisierung hätte er nicht erwartet, sagte Werner Hartig, Birkholzer Bürger und Aktivist des Fahrradclubs ADFC. Auch Edda Ahrberg aus Cobbel ist zufrieden. Sie hatte die Schal-Idee.

Rund 1,5 Kilometer lang war die Menschen-Schal-Kette zwischen Birkholz und Cobbel, mit der für den Radweg demonstriert wurde.

Gemeinsam mit weiteren Mitstreitern kämpfen die Beiden in der Initiativgruppe „Ein Weg für alle“ für einen Geh- und Radweg zwischen den beiden Ortschaften der Einheitsgemeinde Tangerhütte. Er soll einen Lückenschluss vom Elberadweg zum Altmarkrundkurs bilden. Der hohe Verkehr auf dieser rund 2,5 Kilometer langen Strecke erfordere einen separaten Weg. Mit der Aktion sollte auf das Problem aufmerksam gemacht und Geld gesammelt werden, um den kommunalen Eigenanteil für ein Förderprogramm zum Radwegebau aufzubringen.

Von den Mitgliedern und Unterstützern der Initiativgruppe wurden insgesamt 740 Schals gestrickt. Sogar ein gebürtiger Altmärker, der jetzt in Hoyerswerda lebt und davon aus dem Radio erfahren hatte, habe ein Exemplar ans Tangerhütter Rathaus geschickt, berichtet Ahrberg. Rund 2 550 Euro kamen am Sonnabend durch den Verkauf der Schals, sowie beim anschließenden Bürgerfest am Kaffee- und Kuchenbüffet zusammen. Bis Jahresende müssen 50 000 Euro, für den rund eine halbe Million Euro teuren Lückenschluss, gesammelt werden. Knapp 20 000 Euro sind bereits erreicht.

„Die Aktion hat das Dorfleben in beiden Orten bereichert und uns zusammengeschweißt“, sagt Hartig. Mit im Boot waren die Ortschaftsräte und die Freiwilligen Feuerwehren. Einheitsgemeindebürgermeister Andreas Brohm (parteilos) unterstützte die Initiative vor Ort, ebenso wie Landrat Carsten Wulfänger (CDU) und sein Herausforderer bei der bevorstehenden Landratswahl, Patrick Puhlmann (SPD). „Ich freue mich, dass sich so viele Menschen aus der Region sich für ein gemeinsames Ziel einsetzen. Da sind wir gern dabei“, sagt Wulfänger.

VON CHRISTIAN WOHLT

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