Tangerhüttes Bürgermeister gerät im Telekom-Zweckverband-Streit in die Kritik

Brohm zwischen den Fronten

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Die Telekom (hier beim Baustart in Stendal), baut genau da, wo auch der kommunale Zweckverband Breitband (ZBA) sein Glasfasernetz verlegen will

Tangerhütte. Der Streit zwischen der Telekom und Tangerhüttes Bürgermeister Andreas Brohm spitzt sich zu: 

Nachdem Brohm für die laufenden Arbeiten zum Leitungsbau der Telekom in 21 Orten einen Baustopp verhängt hatte, gab es gestern eine recht kurze Besprechung zwischen Georg von Wagner von der Telekom-AG und dem Stadtoberhaupt. Von Wagner hält den Baustopp für „unbegründet“, da die Kommune nicht innerhalb der gesetzlichen Frist von drei Monaten Einspruch eingelegt hat. Brohm indes beruft sich auf eine fehlende „Aufgrabegenehmigung“ der Telekom.

Das Thema war in dieser Woche nichtöffentlich im Tangerhütter Stadtrat diskutiert worden, nachdem Griebens Ortsbürgermeisterin Rita Platte Brohm vorgeworfen hatte, eigenmächtig zu handeln. Sie forderte eine Begründung für den Baustopp ein. Laut Platte war ein Bauantrag der Telekom im Tangerhütter Verwaltungsamt nicht innerhalb der Frist bearbeitet worden.

Tangerhüttes Bürgermeister Andreas Brohm ist nun zwischen die Fronten geraten. In 21 Orten rund um Tangerhütte hat er für den laufenden Leitungsbau der Telekom einen Baustopp verhängt.

Andreas Brohm indes will, dass die Telekom und der kommunale Zweckverband Breitband Altmark (ZBA) ihre Leitungen zusammen ausbauen. Er pocht auf ein „geordnetes Verfahren“. Die Verwaltung werde die Sache prüfen. Rita Platte unterstellt ihrem Tangerhütter Amtskollegen, dass dieser dem ZBA Vorteile verschaffen wolle. Wann der ZBA mit dem Ausbau seines Glasfaser-Netzes für schnelles Internet in der Region beginnt, sei unklar.
Platte gilt als Verfechterin des Telekom-Internets über bestehende Kupferleitungen, das zwar nicht so leistungsstark wie das Glasfasernetz des ZBA ist, aber vielen Menschen in der Region ausreiche.

Von Ulrike Meineke

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