Anlagen für Erneuerbare Energien im Bau / Stadtrat gibt Segen / Vision: E-Mobilität aus eigener Kraft

Brohm: „Da ist Musik drin“

Derzeit wird ein Windpark bei Uchtdorf ausgebaut, ein weiterer soll in Elversdorf gebaut werden, hinzu kommen Biogasanlagen in der Gemeinde Lüderitz oder ein Windpark bei Hüselitz: Die Einheitsgemeinde Tangerhütte erzeugt auf bracher Fläche Strom. Foto: Maatz
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Derzeit wird ein Windpark bei Uchtdorf ausgebaut, ein weiterer soll in Elversdorf gebaut werden, hinzu kommen Biogasanlagen in der Gemeinde Lüderitz oder ein Windpark bei Hüselitz: Die Einheitsgemeinde Tangerhütte erzeugt auf bracher Fläche Strom.
  • VonKai Hasse
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Tangerhütte. Im Uchtdorf wird ein Solarenergie-Park erweitert, seit Monaten ist der riesige Windpark bei Hüselitz fertig, Die Biogas-Anlage bei Groß Schwarzlosen will erweitern, und gerade erst hat der Stadtrat mit einem Beschluss einem weiteren Solarenergie-Park bei Elversdorf den Weg geebnet.

Es bewegt sich was in puncto Alternative Energie in der Einheitsgemeinde. Das regt Kritik der Anwohner. Aber ist auch eine Chance, meint der Rathauschef Andreas Brohm.

„Eigentlich“, sagt Brohm, „sind wir autark.“ Das heißt, man könnte von der Energie, die in der Einheitsgemeinde produziert wird, den eigenen Bedarf decken. Und es gäbe immer noch weitere Anfragen von Unternehmen, die auf der Fläche der Einheitsgemeinde Erneuerbare Energien produzieren wollen – wie jetzt Biogas in der Gemeinde Lüderitz und Solarenergie in der Gemeinde Demker.

Das hat mehrere Effekte. Einer davon: Es gibt Geld. Mit 200 000 Euro anteiligem Gewinn aus dem Windpark Hüselitz rechnete die Verwaltung bisher, und der Betrag könne wachsen. Hinzu kommen beispielsweise Geld für die Nutzung der Leitungen oder auch mittelbare Gewinne der lokalen Baufirmen. Und Brohm hat das Fernziel, lokal erzeugten Strom auch lokal zu nutzen. „Der Apfel im Supermarkt muss nicht aus Peru kommen“, sagt er – ebensowenig wie der Strom über weit verzweigte Anbieter-Netzwerke. „Da ist Musik drin“, meint er, langfristig könne man auch darüber nachdenken, die lokale Energie auch durch E-Mobilität vor Ort zu nutzen.

Aber: Es gibt auch Kritik, zumindest bisher am Windpark. Der nervt Anwohner, die sich bereits vor dem Bau des Windparks gewehrt hatten. Viele Menschen würden als Ausgleich aber begünstigt – wenn auch nicht alle. Brohm hofft auf Verständnis: „Wir müssen das als Chance begreifen, nicht als Verschandelung.“

Von Kai Hasse

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