Gleichnamige Orte in Altmark und Afrika vertiefen ihre Beziehungen

Besuch aus Lüderitz in Lüderitz

+
Blick auf Lüderitz (Namibia), den Hafen und die evangelische Felsenkirche.

Lüderitz / Lüderitz – Besuch vom anderen Ende der Welt in Lüderitz. Schon zum dritten Mal war Bruno de Comarmond, Vertreter der gleichnamigen Stadt in Namibia, in das altmärkische Dorf gekommen.

Wie im vergangenen Jahr nutzte er die Internationale Tourismusbörse (ITB) in Berlin zu einem Abstecher in die Altmark.

Bruno de Comarmond (l.) brachte der Lüderitzer Ortbürgermeisterin Edith Braun und Tangerhüttes Einheitsgemeindebürgermeister Andreas Brohm Informationen über Namibia mit.

Neben Ortsbürgermeisterin Edith Braun war auch Einheitsgemeindebürgermeister Andreas Brohm wieder dabei, um das Band zwischen beiden Regionen enger zu knüpfen. Eine solche Beziehung zwischen namensgleichen Orten in Afrika und Deutschland wäre einmalig. Und sie soll am jeweiligen Ortseingang mit einem Schild dokumentiert werden. De Comarmond hatte einen Gestaltungsvorschlag dafür mitgebracht, der ausgiebig diskutiert wurde. Braun und Brohm legen Wert darauf, dass auch die Einwohner des Dorfes ihre Meinung dazu einbringen können. Ihnen wird der Entwurf in den nächsten Wochen in den entsprechenden Gremien (Ortschaftsrat, Vereine) präsentiert.

Hilaria Mukapuli, Bürgermeisterin des afrikanischen Lüderitz, ist an einer Verbindung zum gleichnamigen Ort in Deutschland interessiert. Mit Interesse verfolgt sie die Berichterstattung dazu. 

Für die Bürger hautnah erlebbar wird die sich entwickelnde Freundschaft mit zwei Veranstaltungen. Am 6. Mai werden die „African Vocals“, eine achtköpfige A Capella-Band aus Swakopmund, einer anderen namibischen Hafenstadt, auf ihrer Deutschlandtour Station in Lüderitz machen. Ihr Besuch soll mit einem Kulturprojekt mit deutschen Schülern verbunden werden. Brohm hat dafür als Partner das Diesterweg-Gymnasium Tangermünde im Visier, weil es dort einen Leistungskurs Musik gibt. Vermittelt hat den Auftritt der für Sachsen-Anhalt zuständige Generalkonsul Namibias, Burchard Führer, der im vergangenen Jahr im altmärkischen Lüderitz war.

Auch der Deutsch-Namibischen Gesellschaft sind die Kontakte zwischen den beiden Orten nicht verborgen geblieben. Ihre Wanderausstellung „Namibia und Deutschland“ über Menschen, Landschaften und Kulturen des afrikanischen Landes, wird im Mai in Magdeburg zu sehen sein. Wie Braun mitteilte, werde die Schau in der Altmark, entweder in Lüderitz, Stendal oder Tangerhütte zusätzlich Station machen. Das habe sie mit dem Organisator, Andreas Herbig, vereinbart. Dieser Kontakt war durch Bruno de Comarmond auf der ITB zustande gekommen. So schließt sich der Kreis.

VON CHRISTIAN WOHLT

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare