Engagierter Tangerhütter kann Kreisverkehr nicht bepflanzen

Beet ohne Blumen

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Kein Schmuckstück: Der Kreisel an der Landesstraße 31 in Tangerhütte ist nur mit Gras und einem einzelnen Baum bepflanzt – und das wird zunächst so bleiben.

Tangerhütte. Er ist etwas trostlos, mit einem Stein in der Mitte und einem kleinen Baum – der einzige Kreisverkehr Tangerhüttes an der Landesstraße 31, Ecke Straße der Jugend und Breite Straße. Er könnte schön bepflanzt werden, mit Tulpen und Eisbegonien.

Das wäre der Plan gewesen für einen engagierten Tangerhütter. Aber daraus wird nach derzeitigem Stand nichts.

„Ich hätte das alles alleine finanziert“ sagt der Tangerhütter, der seinen Namen nicht im Blatt sehen will. Ein Jammer war der Kreisel seiner Ansicht nach im Sommer, als die Sonne sämtliche – karge – Bepflanzung an dem Kreisverkehr verbrannt hatte. Der Kontrast für ihn war ein Besuch in Bad Sachsa im Harz, wo er sich an den vielen Blumenbeeten auf Kreisverkehren erfreute. Den Anblick wollte er auch und wandte sich an einzelne Stadträte, die seine Bitte an die Stadt weitertragen sollten. Peter Jagolski (SPD) hakte nun mehrmals nach, schließlich musste ihm Bürgermeister Andreas Brohm aber eine Absage geben, unter anderem wegen eines mangelnden Versicherungsschutzes. Der Regionalbereich Nord der Landesstraßenbaubehörde, der der Kreisel untersteht, konnte der AZ dazu aus terminlichen Gründen in der vergangenen Woche keine weitere Auskunft geben.

Der Tangerhütter, der sich aus eigener Initiative für die Verschönerung seines Ortes einsetzen wollte, ist wütend über diese erste Absage. „Ich finde keine Worte“, meinte er, „ich finde es einfach traurig.“

Warum er den Kreisel gern pflegen würde? „Ich mag einfach Blumen“, sagt er, so einfach sei das. Zudem wäre es keine große Mühe, das Stück Beet im Innern des Kreisels zu hegen.

Von Kai Hasse

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