Bauausschuss gibt grünes Licht für Investition auf früherem LPG-Gelände

Ein neuer Park für Elversdorf

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Auf dem früheren LPG-Gelände in Elversdorf soll nach dem Willen des Tangerhütter Bauausschusses ein Solarpark entstehen. 1,63 Hektar groß soll er sein und 70 Solarmodulen Platz bieten.

Tangerhütte. Die Altmark: Hier gibt es nicht nur grüne Wiese, sondern auch viele Parks. Ein weiterer wird vielleicht bald in Elversdorf hinzukommen. Jedoch sollen hier weder Bäume noch Blumen oder Sträucher wachsen.

Auf dem früheren LPG-Gelände im Tangerhütter Ortsteil ist ein Solarpark geplant. Der Bauausschuss der Einheitsgemeinde gab auf seiner jüngsten Sitzung grünes Licht für das Projekt, indem er der Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplanes zustimmte. Das letzte Wort hat wie immer der Stadtrat.

Insgesamt 1,63 Hektar umfasst das betreffende Areal am Ortsausgang Richtung Demker, das mit 70 Solarmodulen ausgestattet werden soll. Dieser Lage wegen, bedarf auch der Flächennutzungsplan des Nachbarortes einer Änderung, die ebenfalls von den Ausschussmitgliedern auf den Weg gebracht wurde. Bis zu 760 Megawatt Leistung sind für den Solarpark Elversdorf veranschlagt, erläuterte Marco Klicker, der die Anlage im Auftrag einer niedersächsischen Firma plant. Damit die Steuereinnahmen vor Ort bleiben, soll vertraglich festgeschrieben werden, dass für den Betrieb eine eigene Gesellschaft mit Sitz in der Einheitsgemeinde gegründet wird. Außerdem stellte Klicker die Schaffung eines Arbeitsplatzes in Aussicht.

Das überzeugte die Ausschussmitglieder. Lediglich für Marcus Graubner hörte sich das Ganze ein bisschen zu euphorisch an. Die Bundesregierung plane noch in diesem Jahr eine Reform der Förderung erneuerbarer Energien, warf er ein und fragte, inwieweit sich das negativ auf das Projekt auswirken könnte. „Solche Anlagen sind an sich schon gewinnbringend“, beruhigte Klicker. Die aktuelle Förderung sei zwar in der derzeitigen Kalkulation mit eingerechnet, angewiesen sei man darauf aber nicht.

Bauamtsleiter Erich Gruber warnte jedoch vor Schnellschüssen und Versuchen, das Projekt möglichst noch vor der Gesetzesänderung durchpeitschen zu wollen. Er verwies auf die gesetzlich vorgeschriebenen Verfahrensschritte und –fristen.

Von Christian Wohlt

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