Deutsche Stiftung Denkmalschutz gibt Geld für die Innensanierung

Bald Kultur im Briester Schloss?

+
400 Jahre lang war das Schloss Stammsitz derer von Bismarck-Briest. Nach der noch fehlenden Sanierung der Innenräume soll es für kulturelle und museale Zwecke öffentlich genutzt werden. Geplant sind auch Wohnungen und Gästezimmer.

mei Tangerhütte. Maren von Bismarck kann mit der Innenrestaurierung ihres Schlosses in Briest bei Tangerhütte weitermachen: Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert die bis ins 17. Jahrhundert zurückgehende Fachwerkanlage.

Volker Stephan, Ortskurator Stendal der Stiftung, wird am morgigen Mittwoch einen symbolischen Vertrag dafür übergeben.

Die Schlossanlage besteht aus zwei rechtwinkelig aneinander stoßenden, dreigeschossigen Flügeln aus unverputztem Ziegelfachwerk. Laut Bauinschrift wurde die Anlage 1624 errichtet. Es handelt sich um einen der letzten erhaltenen Adelssitze dieser Art in Nordostdeutschland.

Nach einem Brand 1839 erneuerte man die Anlage und baute einen massiven Rechteckturm an den Westgiebel an. Im Hofwinkel befindet sich ein achteckiger Treppenturm. Das Inspektorenhaus sowie ein Wirtschaftsgebäude ergänzen die Anlage.

Nach 400-jähriger Nutzung als Stammsitz derer von Bismarck-Briest wurde die Familie im Zuge der sozialistischen Bodenreform 1945 enteignet und vertrieben. 1997 gelang der Rückerwerb. Nach der seit 2003 schrittweise laufenden Sanierung soll das Schloss künftig für kulturelle und museale Zwecke öffentlich genutzt werden, darüber hinaus sind Wohnungen und Gästezimmer vorgesehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare