Produktion noch nicht abgeschlossen – Dreharbeiten im Oktober / November 2014 in südlicher Altmark

„Axel der Held“ lässt auf sich warten

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Am Set in Cröchern: „Jenny“, alias Emilia Schüle und Johannes Kienast als „Axel der Held“.

Scheeren / Cröchern. Ein Projekt hat lange nichts mehr von sich hören und sehen lassen. Der letzte Eintrag auf der Fanseite bei Facebook stammt vom 26. Februar 2015. Der Link zur Internetseite der Produktionsfirma läuft ins Leere.

Im Tangerhütter Kulturhaus wurden die Komparsen kostümiert. Dann ging die Fahrt los zu den Drehorten in Scheeren und Cröchern.

„Axel der Held“ kommt voraussichtlich 2015 in die deutschen Kinos, hieß es einst in einer AZ-Ausgabe. Die Filmvorführer warten wohl genauso gespannt auf jenen Film, dessen Szenen teilweise in Scheeren und Cröchern gedreht wurden, wie die altmärkischen Komparsen, die im Oktober und November 2014 im Tangerhütter Kulturhaus in die Kostüme schlüpften. Die Produktion sei noch nicht abgeschlossen, laufe aber noch, heißt es aus dem Kreis der Filmschaffenden. Der letzte offzielle Stand über den Film von Hendrik Hölzemann: der Prozess der digitalen Animation nehme viel Zeit in Anspruch. Dabei spielt ein animiertes Huhn eine Rolle innerhalb der Erzählung. „Es handelt sich um eine sehr aufwendige digitale Postproduktion, die vermutlich erst in cirka einem Jahr in die Kinos kommt“, sagte der Produzent Guido Schwab zu Beginn der Dreharbeiten im Oktober 2014.

Zurück zum Anfang: Nachdem sich zahlreiche Komparsen bei den Castings 2014 angemeldet hatten, ging es damals zur Kostümauswahlprobe in den großen Saal des Tangerhütter Kulturhauses. Dieser war für jene Zeit das Reich der preisgekrönte Kostümbildnerin Sabine Böbbis, die mit ihrem Team passende Klamotten für die Hobby-Darsteller aussuchte.

Inspiriert wurde das Kostümdesign von einem Fotoband von Iain McKell. Der Fotograf ist für seine Porträts und Modefotos bekannt, die allerdings kein Abbild von Mode schaffen, die von Models getragen oder die von Designern kreiert werden würde. Vielmehr dokumentiert McKell die Mode, die von Menschen aus ihrem Alltag heraus geschaffen wird. So entstand das Fotobuch „The new Gypsies“ für das er über ein Jahrzehnt lang Aussteiger begleitete, welche sich ihr individuelles Aussehen aus Altkleidern zusammenstellen.

Mit dem Bus ging es dann zu den Drehorten in Scheeren – dort wurde sogar eine Baracke in Brand gesetzt – und nach Cröchern.

Von Alexander Klos

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