Wiederinbetriebnahme Fähre Ferchland-Grieben

Frisch überholt auf dem Weg zum Anleger

Eine Autofähre liegt ablegebereit an der Hafenmauer.
+
Bereit zum Ablegen: An diesem Wochenende wird die Fähre nach Ferchland überführt, sodass sie nach 14 Monaten Unterbrechung und pünktlich zum 1. September ihren Betrieb nach Grieben wieder aufnehmen kann.
  • VonGünther Krach
    schließen

Seit dem 1. Juli 2020, also seit mehr als ein Jahr, hat die Elb-Fähre Ferchland Grieben nicht mehr übergesetzt. Keiner wusste, wie die Fährverbindung nun finanziert werden soll. Doch nun ist alles geklärt und kann der Betrieb zum 1. September wieder aufgenommen werden.

Ferchland/Grieben – Damit die von den Anwohnern lautstark geforderte Wiederaufnahme gelingen konnte, war Fantasie gefragt. Ende Januar hatte Thomas Schlüter, der Geschäftsführer der Nahverkehrsgesellschaft Jerichower Land, die Idee, die Fähre als eine seiner „Buslinien“ zu betreiben, womit sich Landrat Steffen Burchhardt und die weiteren Partner nach längerem Überlegen anfreunden konnten. Dazu musste eine Aufteilung der jährlichen Unterhaltungskosten zwischen den Landkreisen und den Städten Tangermünde, Tangerhütte, Jerichow sowie den Gemeinden Ferchland und Grieben gefunden werden. Am 2. Juni dieses Jahres wurde die Kooperationsvereinbarung zwischen diesen Partnern geschlossen. Die Übernahme der Fähre durch die Nahverkehrsgesellschaft Jerichower Land (NJL) macht nun den Weiterbetrieb möglich. Dazu mussten aber noch Fährleute gefunden und ausgebildet werden – und das gelang. Zuletzt sprang das Verkehrsministerium noch ein und übernahm 90 Prozent der Kosten für die Landrevision, die mehr als 300 000 Euro kostet. Dazu war Staatssekretär Dr. Sebastian Putz mit dem Bewilligungsbescheid extra aus Magdeburg angereist. Am Wochenende wird die Fähre, die noch am Kai der Tangermünder Werft liegt, nach Ferchland überführt, wo sie am Dienstag, 31. August, feierlich an die NJL übergeben und ihren regulären Betrieb am 1. September ab 6 Uhr in Richtung Grieben aufnehmen wird. Die 1998 gebaute Fähre kann weiterhin 25 Tonnen Gewicht tragen. Sie ist 20 Meter lang und 9,56 Meter breit. 194 Quadratmeter beträgt die Aufstellfläche. Bei voller Auslastung hat sie einen Tiefgang von rund 60 Zentimeter. Zwei Diesel mit insgesamt 234 kW treiben die Fähre an. Erst einmal, denn es gibt Überlegungen, die Fähre zur Gierseilfähre umzurüsten. Dazu sind jedoch umfangreiche Umbauten der Anlegestellen und der Fähre selbst notwendig, deren Kosten noch nicht geklärt sind.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare