Verbände wollen Veranstaltung „von Bürgern für Bürger“ auf die Beine stellen

Alternativer Adventsmarkt geplant

Für die Tangerhütter könnten in diesem Jahr gleich zwei Weihnachts- oder Adventsmärkte in Aussicht stehen. Neben dem kommunalen Markt planen jetzt auch Verbände der Tangerhütter Bürger eine entsprechende Veranstaltung. Foto: Archiv/mma
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Für die Tangerhütter könnten in diesem Jahr gleich zwei Weihnachts- oder Adventsmärkte in Aussicht stehen. Neben dem kommunalen Markt planen jetzt auch Verbände der Tangerhütter Bürger eine entsprechende Veranstaltung.
  • VonKai Hasse
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Tangerhütte. Vereine, Verbände und Unternehmen in Tangerhütte planen einen alternativen Adventsmarkt. Mehrere Institutionen haben sich bereits darauf geeinigt und steigen im kommenden Monat in die Detailplanung ein.

Der Grund ist, dass sie Kritikpunkte beim bestehenden Weihnachtsmarkt der Kommune sehen. Konkurrenz wollen sie erklärterweise nicht machen. Der Bürgermeister der Einheitsgemeinde, Andreas Brohm, appelliert, zusammenzuarbeiten.

Mit-Organisator Wilko Maatz, der auch Vorsitzender des Feuerwehr-Fördervereins ist, betont, dass es ein Adventsmarkt „von Bürgern für die Bürger“ sein soll. Mit im Boot sei bereits eine erkleckliche Anzahl von Akteuren wie etwa die Lebenshilfe, ein Kunstschmied, der Förderverein, die Elterninitiative Kinderträume Tangerhütte, der Schützenverein, der ADAC, der MZ-Club und einige Gewerbetreibende. Der Werkstatt-Besitzer Claas Dammeyer würde sein Gelände zur Verfügung stellen. Jeder Verband könne möglicherweise einen Stand aufbauen, an dem er sich vorstellen kann und ein Angebot bereithält.

Stein des Anstoßes war laut Maatz zunächst ein Gerücht im vergangenen Jahr, dass der Weihnachtsmarkt nicht stattfinden könnte – aber auch die Unzufriedenheit darüber, dass der Zelt-Betreiber des bisher bekannten Weihnachtsmarktes der Kommune nur sehr zurückhaltend kulinarische Angebote zulasse. So würde der Preis für Essen recht hoch sein – weil der Mieter des Festzeltes mit seinen Preisen sein Angebot auch finanzieren will. So sei eine günstige Bewirtung für die Besucher nicht möglich. Maatz und seine Mitstreiter wollen aber, dass sich jeder auch bei klammem Geldbeutel beispielsweise eine zweite Bratwurst für alle Familienmitglieder leisten kann – sprich: dass der Markt erschwinglich wird für Jedermann. Maatz sieht den Adventsmarkt nicht als Konkurrenz, sondern eher als Bereicherung. Er würde bei jetziger Planung am 2. Dezember stattfinden können – zwei Wochen vor dem avisierten Termin für den kommunalen Weihnachtsmarkt.

Auf unumschränkte Gegenliebe stößt der Plan beim Bürgermeister nicht. Zwar ist Brohm durchaus begeistert: „Das Engagement ist super. Alles, was das Leben bunter macht, macht Sinn“. Aber er bittet die Akteure auch an einen Tisch, er will Konkurrenz-Empfinden vermeiden. „Wir sollten unsere Kräfte bündeln – und nicht teilen.“ Zudem mahnt er, die Innenstadt zu nutzen statt den Stadtrand. Sollte der Adventsmarkt der Verbands-Initiative stattfinden, müsse er überlegen, ob die Einheitsgemeinde – die stets knapper Kasse ist – den offiziellen Weihnachtsmarkt noch stattfinden lässt.

Von Kai Hasse

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