Müllproblem auch im 9000 Kilometer entfernten Lüderitz vorhanden

Abfall-Ärger überall

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„Müllabladen verboten“, steht neben den Tangerhütter Recycling-Behältern. Doch das Schild hält nicht alle Bürger davon ab, ihren Unrat dort abzuladen, sehr zum Ärger der Lüderitzer Ortsbürgermeisterin Edith Braun.

Tangerhütte/Lüderitz. Andere Länder, gleiche Probleme. Die illegale Abfallentsorgung bereitet nicht nur in der Einheitsgemeinde Tangerhütte Probleme.

Jüngst hatte sich Edith Braun, Ortsbürgermeisterin von Lüderitz, über die zunehmende „Vermüllung“ der Landschaft beklagt. Auch auf der anderen Seite des Erdballs, im 9000 Kilometer entfernten Lüderitz in Namibia, ist das ein Ärgernis.

Zwei Mitarbeiterinnen des Nesthotels in Lüderitz (Namibia) räumen die Umgebung auf.

Das Service-Team des dortigen Nesthotels griff kurzentschlossen zu Handschuhen und großen Müllbeuteln, um in einer freiwilligen Aktion die Umgebung aufzuräumen. „Ein toller Einsatz und ein wunderbares Beispiel“, teilt Bruno de Comarmond, Marketingchef des Hauses mit. Der Staatspräsident habe die landesweite Clean Namibia Campaign (Putzt-Namibia-Kampagne) initiiert, weil die Hauptstadt Windhoek, die lange Zeit als sauberste Stadt Afrikas galt, inzwischen ein großes Müllproblem hat.

In Namibia gibt es kein ausgeklügeltes Recycling-System wie in Deutschland. Doch auch hier hätten offenbar noch immer viele Leute Probleme damit, sich an die Grundregeln der Ordnung zu halten, merkte Bauausschuss-Vorsitzender Peter Jagolski (SPD) kürzlich an. Rund um die Entsorgungsbehälter für Glas sehe es oft dreckig und verkramt aus, weil dort oft auch andere Abfälle abgestellt werden. Wer für das Aufräumen zuständig sei, wollte Jagolski wissen. Antwort von Bauamtsleiter Erich Gruber: Das sei Bestandteil des Vertrages mit dem Entsorgungsunternehmen.

Von Christian Wohlt

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