Verkehrsminister Webel: Baufortschritt gutes und wichtiges Signal

A14-Anschluss seit gestern: Eine Autobahn für die Altmark

Unweit von Tangerhütte hat die Altmark seit Montag ihre erste Autobahnauffahrt.
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Unweit von Tangerhütte hat die Altmark seit Montag ihre erste Autobahnauffahrt.

Tangerhütte / Stendal – Der 14. September ist ein historischer Tag. Seit gestern hat die Altmark Autobahnanschluss. Kurz nach 11 Uhr gaben Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Landesverkehrsminister Thomas Webel (CDU) den Abschnitt 1.3 der A14-Nordverlängerung frei.

Zahlreiche Vertreter aus der Region, darunter Landrat Patrick Puhlmann (SPD) und Tangerhüttes Bürgermeister Andreas Brohm (parteilos) waren zum feierlichen Banddurchschnitt gekommen.

Zahlreiche Bürger und offizielle Vertreter nahmen an der Eröffnung des Autobahnabschnitts teil.

Auf einer Strecke von rund 8,5 Kilometern rollt nun zwischen den Anschlussstellen Colbitz und Tangerhütte der Verkehr. Letztere liegt bei Dolle und damit verwaltungstechnisch noch im Bördekreis. Dennoch bringe dieser kleine Schnitt einen großen Sprung für die Anbindung der Region an das überregionale Verkehrsnetz. „Besonders für die Altmärker, die sich die Autobahnanbindung sehnlichst wünschen, ist dieser Baufortschritt ein gutes und wichtiges Signal“, sagte Webel.

Einige hatten die Hoffnung fast aufgegeben, dass es mit dem Lückenschluss der A14 zwischen Magdeburg und Schwerin jemals etwas wird. Baubeginn war im Jahr 2011. Im November 2014 wurde der erste, sechs Kilometer lange, Abschnitt bei Colbitz übergeben. Klagen von Umweltschützern sowie neue gesetzliche Vorgaben verzögerten und verteuerten das Projekt. Inzwischen ist von 1,5 Milliarden Euro für die insgesamt 155 Kilometer lange Strecke die Rede. Scheuer versicherte, dass der Bund das notwendige Geld zur Verfügung stellen wird.

Nach der Freigabe konnten die ersten Fahrzeuge den neuen Autobahnabschnitt passieren.

Das gestern freigegebene neue Stück hat 98 Millionen Euro gekostet. Baubeginn war im Sommer 2017. Als ursprünglicher Fertigstellungstermin war der November dieses Jahres vorgesehen. „Bauen können wir genauso schnell wie die Chinesen. Nur mit den Planungen dauert es etwas länger“, scherzte Webel bei anderer Gelegenheit. „Ein Traum wird wahr. Die A 14 ist heute in der Altmark angekommen. Schon in zwei Jahren kommen knapp 15 Kilometer bis nach Lüderitz dazu“, sagte er gestern.

An der Strecke bis Lüderitz wird seit zwei Jahren gebaut. Für drei Abschnitte in Sachsen-Anhalt liegt Baurecht vor, bei zwei weiteren stehen die Planungen vor dem Abschluss. Knapp 53 Kilometer der A14-Nordverlängerung (überwiegend in Mecklenburg-Vorpommern und dem Land Brandenburg) sind nun fertig. Bis Mitte der 2020er Jahre soll das Gesamtprojekt abgeschlossen sein. VON CHRISTIAN WOHLT

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