Zweites Liedermacher- und Kleinkunstfestival in Seehäuser Wischelandhalle

Lyrik und gläserne Kugeln in Wohnzimmer-Atmosphäre

Mit ihrem lyrischen Programm treten Nobody Knows auf dem Festival am 9. November ins Rampenlicht.

Seehausen. Zwei Bands, ein Liedermacher, ein Duo, Akrobaten und Künstler – die zweite Auflage des Liedermacher- und Kleinkunstfestivals in Seehausen soll der Premiere im vergangenen Jahr in nichts nachstehen.

Doch sie dient dazu, das zweite von der Stendaler Band Nobody Knows organisierte Festival in der Altmark zu etablieren. In einer anheimelnden Atmosphäre sollen sich die Besucher am Sonnabend, 9. November, besonders wohlfühlen, um die unterschiedlichen Programmteile zwischen Musischem und Künstlerischem genießen zu können. Dafür wird die Wischelandhalle in Seehausen auf Festivalbedürfnisse umgebaut. Die Bühne als Wohnzimmer, der Saal zwar mit Bestuhlung, aber dennoch mit der Möglichkeit, sich innerhalb des Programms immer wieder zu bewegen und die Kleinkünstler aus nächster Nähe zu betrachten. „Wir wollen einen gemütlichen und familiären Abend schaffen“, erklärt Max Heckel von der federführenden Organisatoren-Combo. Etwa 700 Menschen werden in Seehausen Platz finden. Mit trickreicher Demonstration verschwindender Karten und ausgefallenen Luftballonfiguren für die Jüngsten erwartet der Zauberer Dalli alias Peter Dahlmann die Gäste wie schon 2012 um 18 Uhr am Eingang, zieht in seinen Bann und entlässt dann in Richtung Bühne. Den musikalischen Auftakt des Festivals gestaltet, passend zum Titel der besonderen Veranstaltung, der brandenburgische Liedermacher Michael Günther. Seit einigen Jahren schon halten die Stücke des Solokünstlers Einzug in das lyrische Programm der Stendaler. „Eingeladen haben wir ihn, um zu präsentieren, wer das eigentlich ist“, berichtet Heckel. Denn das Stück „Sing ein Lied für mich“ gehört seit längerer Zeit zu den Dauerbrennern der altmärkischen Folkband, nachdem eine CD des Musikers ihren Weg in den Besitz von Max Heckel fand. Nach dem Liedermacher betritt ein echtes Supertalent die Bühne. Bei der gleichnamigen Show musste sich Kelvin Kalvus 2008 nur Mundharmonika-Talent Michael Hirte geschlagen geben, tourt mit strahlenden Kugeln und faszinierender Kontaktjonglage aber bereits seit mehr als zehn Jahren in 21 Ländern. Erstmals leuchten seine gläsernen Bälle scheinbar frei jeder Schwerkraft in der schwarzen Stille der Wischelandhalle. Als zweiter musikalischer Genuss tritt das Duo „Rose & Georgi“ ins Rampenlicht, das mit ihrem Programm die literarischen Ergüsse Heinrich Heines außerhalb von Unterrichtsstunden präsentiert. Für das gewisse Etwas an Akrobatischem sorgen die Firewings. Aufgrund der Brandschutzbestimmungen in der Halle nicht mit Feuerfächern und Fackeln, sondern einzig mit graziler Körperkunst und -beherrschung. Den Abschluss des Abends bilden die beiden Bands, die den Festivalbesuchern schon von der Premiere bekannt sein dürften: Nobody Knows und die MartinRühmannBand. Die Lokalmatadoren zeigen ihr Lyrikprogramm mit bekannten Klassikern, während die Magdeburger mit der poetischen „Verzauberung des Alltäglichen“ glänzen wollen.

Karten für das Liedermacher- und Kleinkunstfestival gibt es in der Stadtinformation Seehausen unter (039386) 54783, unter info@stadt-seehausen.de sowie info@nobodyknows.de.

Von Bianca Lange

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