Schadewachten vom Straßennetz abgeschnitten / Anwohner und Geschäftsleute belastet

Zwei lange Jahre Bauzeit nehmen ihren Anfang

Erste Technik im hinteren Teil des Schadewachtens. Mensch und Maschine arbeiten sich weiter nach unten.
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Erste Technik im hinteren Teil des Schadewachtens. Mensch und Maschine arbeiten sich weiter nach unten.

Stendal – Der Schadewachten ist eine einzige große Baustelle. Die alte Deckschicht ist an manchen Stellen schon verschwunden, erste tiefere Gräben sind gezogen, Arbeiter rücken mit weiterem Gerät an.

Anwohner müssen derweil starke Nerven haben, Lärm und Dreck vor der Haustür ertragen. Sorgenvoll schauen auch die Gewerbetreibenden nach draußen und hoffen, dass die Warenanlieferung funktioniert und ausreichend Kundschaft den Weg ins Geschäft findet. Die Straße ist für den normalen Verkehr dicht und Linienbusse wenden auf dem benachbarten Sperlingsberg, wo allerdings immer wieder Falschparker den Weg erschweren.

An die zwei Jahre sollen die Bauarbeiten auf der lang gezogenen Straße insgesamt dauern und rechtzeitig vorher enden, wenn im Juli 2022 in Stendal der Sachen-Anhalt-Tag gefeiert wird. Die Sanierung der einstigen Stendaler Prachtstraße war immer wieder verschoben worden, einige Versorgungsleitungen sollen mittlerweile mehr als 100 Jahre alt sein. Straße und Nebenanlagen werden komplett umgekrempelt, die Strecke neu gestaltet. Die Kosten belaufen sich auf etwa dreieinhalb Millionen Euro, es fließen in erheblichem Maß Fördergelder. Baumfällung im Vorfeld hatten zu Unmut in der Bevölkerung geführt. tz

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