„Im Sinne der Willkommenskultur“ / Hauptausschuss mit einstimmigem Votum

Zustimmung für muslimische Gräber in Stendal

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Auf dem städtischen Friedhof soll eine Grabfläche für Muslime eingerichtet werden.

kah Stendal. Eine Grabstätte für Muslime auf dem Friedhof 3 an der Rönnefelder Straße rückt näher. Nun hat der Hauptausschuss der Stadt dem Vorhaben seine Empfehlung gegeben. Das Gremium ist das wichtigste der Stadt nach dem Stadtrat selbst.

„Im Sinne der Willkommenskultur für muslimische Bürger“ sei das Vorhaben, erklärte der Ausschussvorsitzende und Oberbürgermeister Klaus Schmotz bei der Beratung. Dem stimmten die Mitglieder der Parteien zu.

Beantragte hatte das Grabfeld auf dem Friedhof die muslimische Gemeinde Stendals. Für sie selbst sei die Einrichtung nicht möglich gewesen, weil nur öffentliche Körperschaften Friedhöfe tragen dürfen.

Elf Stimmen der Ausschussmitlieder ohne Nein-Stimmen oder Enthaltungen waren ein klares Votum. Das Problem, dass Muslime Tote innerhalb von 24 Stunden bestatten wollen, Leichname aber nach deutscher Gesetzgebung erst nach 48 beerdigt werden dürfen, war kein Thema mehr.

Die Toten würden auf dem durch Hecken abgetrennten Grabfeld auf der rechten Seite liegend mit dem Gesicht Richtung Mekka ausgerichtet werden. Das letzte Wort über die Einrichtung hat der Stadtrat selbst. Er tagt das nächste Mal am 1. Juni.

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