Landkreis Stendal erinnert vor Start in Herbstsaison an Spielregeln / Rauch und Funkenflug im Blick haben

Zündhölzer parat: Gartenfeuer in der Gegend erlaubt

Brauchtumsfeuer fallen wegen der Coronabeschränkungen reihenweise aus. Gartenbesitzern bleibt das eigene Feuer, wenngleich es dort allein um Abfälle geht.
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Brauchtumsfeuer fallen wegen der Coronabeschränkungen reihenweise aus. Gartenbesitzern bleibt das eigene Feuer, wenngleich es dort allein um Abfälle geht.

Stendal – Für den heutigen Mittwoch müssen Freunde des Gartenfeuers die Streichhölzer wieder beiseitelegen. Erst ab dem 15. Oktober dürfen in östlicher Altmark und Elbe-Havel-Winkel wieder Gartenabfälle verbrannt werden. Und das dann auch nicht täglich bis zum 30. November, sondern jeweils mittwochs und sonnabends zwischen 9 und 18 Uhr.

Wegen des Feiertags ist der 31. Oktober tabu und soll feuerfrei bleiben. Dass überhaupt noch private Gartenabfälle in Rauch aufgehen können, ist übrigens keinesfalls selbstverständlich, mancher Landkreis hat dem bereits einen Riegel vorgeschoben. Auch im Landkreis Stendal kocht die Diskussion darüber immer wieder einmal hoch.

Einfach drauflos verbrennen darf niemand. „Pflanzliche Abfälle dürfen jeweils einmal pro genannten Zeitraum auf dem Gartengrundstück, auf dem sie angefallen sind, in einem Kleinfeuer verbrannt werden“, erinnert Kreissprecher Edgar Kraul. Und: Der gesamte Vorgang müsse innerhalb von zwei Stunden beendet sein. Zudem seien zwingend Mindestabstände einzuhalten: fünf Meter zu Gebäuden und Grundstücksgrenzen, Leitungen und anderen brennbaren oder gefährdeten Materialien; 100 Meter zu Krankenhäusern und Altenpflegeheimen; 30 Meter zu Wald im Sinne des Waldgesetzes. Von einem Gartenfeuer dürfe schlichtweg keine Gefahr ausgehen.

Die Spielregeln seien unbedingt einzuhalten. Dazu gehören: Die Abfallmenge darf eine Grundfläche von eineinhalb mal eineinhalb Metern und eine Höhe von einem Meter nicht überschreiten. Zwischengelagerte Abfälle sind zuvor umzusetzen, um verborgene Tiere nicht zu gefährden. Bei Wind ab Stärke 6, hoher Luftfeuchtigkeit, mangelndem Luftmassenaustausch, wie es weiter heißt, oder auch Nebel ist das Verbrennen unzulässig. Das gilt auch bei lang anhaltender, extrem trockener Witterung. Und natürlich: Starker Rauch und Funkenflug sind zu vermeiden. Die vollständige Verordnung lässt sich nachlesen: www.landkreis-stendal.de. VON MARCO HERTZFELD

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