Stendaler mögen saures Eis

 „Am beliebtesten ist Zitrone. Das hatten wir lange nicht mehr“

Die Eistheke des Cafés Müller an der Breiten Straße.
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Welche Eissorte die Kunden am liebsten schlecken, ist beim Blick in die Theke des Café Müller leicht zu erkennen: Zitrone ganz rechts ist fast aufgebraucht.
  • Lisa Maria Krause
    VonLisa Maria Krause
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 „Am beliebtesten ist Zitrone. Das hatten wir lange nicht mehr“, antwortet Anke Wetzel-Müller, Geschäftsführerin des Café Müller, auf die Frage, welches Eis denn diesen Sommer am liebsten geschleckt wird.

Stendal - Aber auch Butterkeks und Nugat würden gern gekauft.

Letzteres sei dieses Jahr erst neu als Sorte dazu gekommen. „Wir beziehen eine eigene Nugat-Paste über eine Konditorei“, berichtet Wetzel-Müller stolz. Weshalb ein Nugat-Eisbecher mit in die Karte aufgenommen wurde. Auch Walnuss sei neu dabei. Derzeit liefen vor allem die warmen Tage sehr gut.

„Wenn es heiß ist, wollen viele die Fruchtsorten wie Erdbeere oder Kokos. An normalen Tagen sind auch die Milchsorten wie Stracciatella und Vanille beliebt.“ Auch wenn in allen Eissorten Milch sei, sei der Anteil so klein, dass Wetzel-Müller zwischen Milch- und Fruchtsorten unterscheidet. Konservierungsmittel gebe es in ihrem Eis übrigens nicht. „Wenn das Eis länger steht, schmeckt es auch einfach nicht.“

Von den 30 Saisonsorten, die Geschäftsführerin Anke Wetzel-Müller zeigt, sind täglich etwa elf zu kaufen.

Zurück zur Zitrone: „Erinnern Sie sich, als es im Februar so warm war? Da lief Zitrone schon gut an. Wir haben seitdem nicht ausgesetzt“, obwohl es ja danach ein kühler Frühling wurde. Sonst öffnet ihre Bäckerei von März bis Ende Oktober ihre Eistheke. „Unsere Stammkunden wissen schon, dass sie nach drinnen kommen können, wenn unsere Außentheke geschlossen ist.“ Denn eigentlich produziere das Geschäft das ganze Jahr über Eis, unter anderem für ihr Angebot im Stendaler Krankenhaus.

Von den 30 Eissorten über eine Saison, werden am Tag zwischen neun und elf angeboten. „Wir hatten überlegt, uns eine dieser Riesentheken hinzustellen, aber dann haben wir uns informiert und gelernt, dass neun bis elf Sorten genau richtig zur Auswahl sind.“ Mehr würde sie für Kunden nur erschweren.

Ein wildes Durcheinandermischen der Sorten gibt es im Café Müller nicht. „Meist reagieren wir darauf, wonach die Kunden fragen.“ Wie das Nugat-Eis hätten sie es oft in ihrer Kindheit oder anderswo gegessen.

Zum Beispiel nach Chili wurde sie schon gefragt. Das Mischen sei jedoch aufwendig und schränke damit die Produktion der anderen beliebten Sorten ein. 60 Liter Grundmasse verarbeitet das Café an der Breiten Straße täglich zu -18 Grad kaltes Eis. Das ändert sich auch in den Ferien nicht. Und übrigens: Wetzel-Müller selbst isst am liebsten Haselnuss-Eis.

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