Krause erhält 553 Stimmen

NPD zieht in den Stendaler Kreistag ein

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Landkreis Stendal. Der Sieg der CDU im Kampf um die Sitze des neuen Kreistages wird vom Einzug der rechtsextremen Kleinpartei NPD in die demokratischen Gremien des Landkreises Stendal überschattet.

Heiko Krause aus Tangerhütte holte für die Partei 553 Wählerkreuze. Während die Christdemokraten mit 41,7 Prozent Stimmen ihre Macht um voraussichtlich zwei Mandate auf 20 Sitze ausbreiten, hat die Linke ihr Ergebnis von 2009 bestätigt.

23,9 Prozent und elf Sitze lautete das vorläufige Ergebnis am späten Sonntag. Drittstärkste Fraktion wird erneut die SPD, die 17,5 Prozent einholte und damit wieder über neun Mandate verfügen wird. Auf je zwei Sitze kommen FDP und Grüne, wobei letztere ein ähnliches Ergebnis wie 2009 einfuhr, wohingegen die FDP die Hälfte ihrer Kreistagsmandate eingebüßt hat.

Stimmensieger bei der CDU ist Osterburgs Einheitsgemeinde-Bürgermeister Nico Schulz, gefolgt Alt-Landrat Jörg Hellmuth und Stendals Oberbürgermeister Klaus Schmotz. Mit drei Mandaten verloren die Landwirte für die Region einen Sitz (6,40 %). Die Magdeburger Abmahnung durch den Landesverband ihrer Partei (AZ berichtete) hat Edith Braun offenbar wenig geschadet.

Die Lüderitzerin holte die meisten Stimmen für die SPD und blieb der Wahlparty ihrer Genossen am Abend in Stendal lieber fern. Lieber erfreue sie sich am Angebot des Kreistagspräsidenten. Lothar Riedinger (CDU) habe seine langjährige Politkollegin nicht nur zum 60. Geburtstag eingeladen, sondern ihr angesichts der Querelen mit der Parteispitze gesagt: „Edith komm doch zu uns!“ (Alle Angaben basieren auf 172 von 181 Wahlbezirken.)

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