Zentrum „vage im Zeithorizont“

Restaurator Felix Oldenburg (r.) und Planer Gregor Stephan erläuterten die Fassadenarbeiten am Gotteshaus.

Stendal - Von Matthias Kuhn. Das alte Kloster St. Annen soll zukünftig das Zentrum der katholischen Kirchengemeinde der östlichen Altmark werden.

Das Gerüst um die Kirche St. Annen am Mönchskirchhof zeugt schon seit Längerem von Bautätigkeit, ein Bauschild verweist darauf, dass öffentliche Gelder geflossen sind. „Weil bei den auch Fördermittel geflossen sind“, schrieb Reinhard Weis, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates der Pfarrei St. Anna, der AZ, lud auf diesem Weg „auch die interessierte Öffentlichkeit“ zu einer Informationsveranstaltung vorgestern in den Gemeindesaal ein.

Rund 50 Interessierte fanden sich dort ein, um sich über den Stand des Sanierens der Außenhülle des Gotteshauses zu informieren. „Wir präsentieren den zweiten Schritt“, eröffnete Weis, verwies auch auf folgende Schritte zum großen Ziel, das Alte Kloster (erbaut 1464 als Kloster der Franziskanerinnen) zum zukünftigen Zentrum der katholischen Gemeinde der östlichen Altmark auszubauen.

Planer Gregor Stephan erläuterte den Anwesenden sämtliche Schritte im Zusammenhang der Fassadenrekonstruktion, die voraussichtlich Ende des Monats beendet sein werde und mit etwa 151 000 zu Buche schlage. Restaurator Felix Oldenburg ging im Anschluss auf die Denkmalschutzbelange der Arbeiten ein. Beide wiesen darauf hin, dass sich die Außenansicht des Sakralbaus nach Abschluss der Arbeiten mit einer „klinisch reinen“ Fassade zeigen werde, wie zum Beispiel am Winckelmann-Gymnasium zu sehen. Dies sei nicht im Sinne des Denkmalschutzes. Es gelte, historisch Gewachsenes für die Zukunft zu erhalten. Ebenfalls wurde im Zuge dieser Arbeiten eine Bestandsaufnahme des alten Klosters aufgenommen. Dies werde für die nächsten Schritte benötigt: Das Schaffen eines Gemeindezentrums, zu dem auch der Neubau eines Gemeindesaales gehören soll. Doch Konkretes hörten die Besucher zu Letztgenanntem nicht. „Vage“ sei der Zeithorizont, so Weis, auch mit Blick auf die „nicht unerheblichen Geldmittel“, die die Kirchengemeinde für das Projekt aufbringen müsse. Diese würden sich auf rund 200 000 Euro belaufen. Daher seien Spenden willkommen. Jährlich 40 000 Euro habe sich die Gemeinde als Ziel gesetzt.

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