Márton Borsányi spielte erneut auf Arneburgs historischer Zabel-Orgel

Ein Zeitsprung ins 17. Jahrhundert

Márton Borsányi, 1984 in Budapest geboren, ist passionierter Organist. Der Ungar spielte zum Orgeljubiläum in Arneburg. Das Instrument ist ihm nicht fremd.
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Márton Borsányi, 1984 in Budapest geboren, ist passionierter Organist. Der Ungar spielte zum Orgeljubiläum in Arneburg. Das Instrument ist ihm nicht fremd.

Arneburg. Kurz vor dem heute weltweit gefeierten Geburtag Christi und wenige Stunden vor dem 70. Geburtstags des Arneburger Förderers Gerd Lamberts wurde ein weiteres Jubiläum zelebriert.

Zahlreiche Orgel- und Musikliebhaber fanden sich in der St. Georg Kirche der Elbestadt ein. Zum einen, um die Rettung der altertümlichen Zabel-Orgel zu feiern und zum anderen, um ihren Klängen zu lauschen. Eigens dazu reiste Márton Borsányi aus Basel an, um der Orgel einzigartige Töne zu entlocken. Doch zuvor begrüßten Bauamtsleiterin Simone Kuhlmann sowie Lamberts für den Verein „Freundeskreis Kirchenorgel Arneburg“ die Gäste und wünschten ihnen einen angenehmen Zeitsprung ins 17. Jahrhundert.

Nach dem Konzert blieben die Zuhörer in der Nähe der Kirche zur gemeinsamen Vesper.

„Es ist für mich eine große Ehre auf diesem phänomenalem Instrument spielen zu dürfen“, sagte Márton Borsányi, der nicht zum ersten Mal in Arneburg weilte, zu Beginn des Konzertes. Nachdem der Organist mit Matthias Schlase, Pfarrer im Ruhestand und Orgelhüter, ein paar Feinheiten an der Orgel abgestimmt hatte, begann Borsányi das Konzert mit Stücken von Johann Sebastian Bach, Johann Pachelbel sowie Dietrich Buxtehude – die drei großen Meister der barocken Orgelmusik.

Im Anschluss des einstündigen Konzerts trafen sich die Besucher vor der Kirche zu gemütlichen, guten Gesprächen am wärmenden Feuer sowie einer kleinen Stärkung zur Vesper.

Zum Künstler: Márton Borsányi, 1984 in Budapest geboren, begann nach seinem Abschluss für Orgel und Cembalo am Bartók Béla Konservatorium in Budapest 2003 ein Studium an der Abteilung für Alte Musik an der Universität von Szeged. In dieser Zeit war er Organist an der reformierten Kirche Budapest-Budafok. Zwei Jahre später, ab 2005, studierte er Cembalo an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig bei Nicholas Parle, wo er sein Cembalo-Diplom erhielt. Ab 2012 studierte er weiter an der Schola Cantorum Basiliensis und legte dort seinen Master im Fach Generalbass und historische Improvisation bei Jesper Christensen und Rudolf Lutz ab. Er spielte Solo- und Orchesterkonzerte in Italien, Ungarn, Niederlande sowie in Deutschland und ist seit 2016 Dozent an der Kunstuniversität Graz.

Von Ute Krug

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