„Darauf können wir stolz sein“

Zehn Jahre „Angewandte Kindheitswissenschaften“ an der Hochschule Stendal

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Von den 202 Studierenden, die zurzeit für „Angewandte Kindheitswissenschaften“ immatrikuliert sind, erschien ein großer Teil zur Eröffnung der Jubiläumsveranstaltungen. Rektorin Professor Dr. Anne Lequy hofft auf einen baldigen Master-Studiengang.

Stendal. „Die Rechte der Kinder werden ganz eng mit diesem Standort verknüpft, und darauf können wir stolz sein“, freute sich Rektorin Professor Dr. Anne Lequy über das mittlerweile zehnjährige Bestehen des Studiengangs „Angewandte Kindheitswissenschaften“ an der Hochschule Stendal.

Beim Studiengang „Angewandte Kindheitswissenschaften“ handelt es sich laut Informationen der Hochschule um einen sozialwissenschaftlich orientierten Studiengang. Seit dem Wintersemester 2005/2006 wird er am Standort Stendal angeboten.

Anne Lequy

„Wir haben den Antrag auf die Einrichtung eines Master-Studiums beim Ministerium eingereicht und hoffen, dass diesem bald nachgekommen wird“, so Lequy. Zudem sei die Hochschule mit dem so genannten „KiWi“-Studiengang Teil einer „national coalition“ – eines nationalen Zusammschlusses vieler Hochschulen zum Thema Kinderrechte. Sie befasst sich mit der Umsetzung und Stärkung der Kinderrechtskonvention. Ein Lob für die Hochschule gab es auch vonseiten des Landes. „Es gibt keine Gemeinde in ganz Sachsen-Anhalt, die sich bisher so stark zu ihrer Hochschule bekannt hat wie Stendal“, sagte Dr. Michael Lehmann, Leiter der Abteilung „Hochschulen und Wissenschaft“ im Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft in Sachsen-Anhalt.

Der „KiWi“-Studiengang werde von der Landespolitik wohlwollend begleitet. „Das Land stellt bis einschließlich 2019 Fördermittel von 500 000 Euro pro Jahr bereit. Danach wird die Finanzierung aus dem Budget der Hochschule erfolgen“, informierte Lehmann über die Finanzierung. Momentan beschäftigen sich 202 Studierende mit den Kindheitswissenschaften, das Bachelor-Studium ist laut Lehmann damit ausgelastet. „Im Namen von Wirtschaftsminister Hartmut Möllring gratuliere ich dem Kind ‘KiWi’ zum zehnten Geburtstag und wünsche pubertätsfreie Teenagerjahre“, schloss Lehmann sein Grußwort. Der stellvertretende Oberbürgermeister Axel Kleefeldt lobte den Studiengang für die „positiven Effekte durch die Kombination von Theorie und Praxis“. In diesem Zusammenhang erwähnte er auch den Stendaler Verein „KinderStärken“, der seit vielen Jahren mit Stadtverwaltung und Hochschule zusammenarbeite und für die Rechte der Kinder eintrete. Am Freitagnachmittag folgten nach weiteren Vorträgen zahlreiche Workshops – etwa über Argumentationstraining für Kinder oder Bildungschancen für junge Flüchtlinge. Am gestrigen Samstag referierte Susanne Borkowski vom Verein KinderStärken. Danach gab es eine Podiusdiskussion.

Von Mike Höpfner

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