Johanniter-Unfall-Hilfe überreicht Ausbildungsverträge

Zehn Altmärker wollen Notfallsanitäter werden

Die Johanniter-Unfall-Hilfe begrüßt zehn neue Notfallsanitäter-Azubis.
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Die Johanniter-Unfall-Hilfe begrüßt zehn neue Notfallsanitäter-Azubis.

Stendal – Zehn junge Erwachsene haben sich für den Beruf des Notfallsanitäters entschieden. Drei Jahre werden sie nun erneut die Schulbank drücken, um dann die Erstversorgung von Patienten bei medizinischen Notfällen durchführen zu können.

Dies bedeutet für die Auszubildenden, zu lernen, mit der körperlichen und seelischen Belastung in Einklang zu sein. Unterstützung erhalten sie vom Team der Johanniter-Unfall-Hilfe. Der Beruf Notfallsanitäter sei reizvoll, herausfordernd und habe die höchste Qualifikation für das Rettungsfachpersonal. Es sei ein Beruf mit Zukunft, sagte Vorstandsmitglied Peter Ruppert bei der Übergabe der Ausbildungsverträge. Die Bewerber mussten ihre sportliche Fitness unter Beweis stellen sowie sich einem Leistungs-und Persönlichkeitstest unterziehen. Der Beruf des Notfallsanitäters sei gefragt, da die stetig steigenden Einsatzzahlen kontinuierlich wachsen und somit ausgezeichnete Zukunftsaussichten bieten würden. Schwerpunktmäßig werde die Arbeit bodengebunden auf dem Rettungswagen sein. Der Notfallsanitäter beurteile den akuten Gesundheitszustand des Patienten, leite erste medizinische Maßnahmen an der Einsatzstelle ein und übernehme die rettungsdienstliche Versorgung. Die dreijährige Berufsausbildung werde in Deutschland über das Notfall-Sanitäter-Gesetz geregelt und sei bundesweit staatlich anerkannt. Die neuen Auszubildenden werden künftig auf den Lehrrettungswachen in Gardelegen, Seehausen und Stendal ausgebildet. Der schulische Part erfolge an der Berufsfachschule der Johanniter Bildung Mitteldeutschland am Standort Magdeburg. Seit 2015 haben 38 Auszubildende bei den Johannitern in der Altmark die Ausbildung zum Notfallsanitäter begonnen. Die Mehrheit der Absolventen sei in der Region tätig, 1,8 Millionen Euro wurden dafür bisher investiert, sagte Peter Ruppert. Zu ungefähr 26 000 Notfällen wurde im vergangenen Jahr der Rettungsdienst in der Altmark gerufen. Die Fahrzeuge legten dabei eine Strecke von über einer Million Kilometer zurück. 200 Mitarbeiter darunter 25 Auszubildende sorgen zurzeit für die notfallmedizinische Versorgung in Zusammenarbeit mit den Notärzten der örtlichen Krankenhäuser und der Kassenärztlichen Vereinigung. Zur stetigen Verbesserung der Arbeitsbedingungen sowie der Hilfsfrist werde in eine Rettungswache sowie in eine Pflegeschule investiert. kr

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