Ein zäher Brocken: Weidling-Mühle gesprengt

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Um 45 Grad geneigt blieb gestern der bauliche Rest der ehemaligen Weidling-Mühle liegen. Gegen 15.30 Uhr zündete ein Sprengteam die explosiven Ladungen.

Von Matthias Kuhn - Wenige fanden sich gestern am Grundstück der ehemaligen Weidling-Mühle in Stendal ein, um dem letzten Kapitel dieser alten, 1903 errichteten Walzenmühle beizuwohnen. Nur noch ein Gebäudeteil stand auf dem Gelände, das nun dem DRK-Kreisverband „Östliche Altmark“ gehört.

Mit einem Knall und viel Staub neigte sich das Gebäude zur Seite.

Und dieser Rest wurde am Nachmittag gegen 15.30 Uhr gesprengt. Mit lautem Knall und viel Staub neigte sich das Restbauwerk, blieb mit einer 45-Grad-Neigung liegen. Ob dies so geplant war oder das Sprengen doch nicht den gewünschten Effekt erzielte, bleibt vorerst Spekulation. Seit dem Schließen des Mühlenbetriebes im Jahr 1993 war immer wieder die Feuerwehr vor Ort, um kleinere Brände zu löschen. Vor knapp fünf Jahren kam es im Oktober zu einem Großband, der das denkmalgeschützte Gebäude völlig zerstörte und damit dem Abriss preisgegeben wurde. Auf dem Gelände wird das DRK ein Senioren- und Betreuungszentrum errichten. An die alte Mühle werde dann nur noch das Ziergittertor erinnern.

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