Osterburgs Politik glaubt an den Autobahn-Rasthof – doch noch fehlt gemeindlicher Flächenplan

„Wollen zügig in die Spur kommen“

Westlich der Kernstadt will eine Interessengemeinschaft mit Sitz in Magdeburg einen Autohof errichten. An einem Autohof, auch Rasthof genannt, kann rund um die Uhr getankt werden. Hinzu kommen: Lkw-Stellflächen, Speis und Trank sowie anderer Service. Foto: dpa

Osterburg. Die Pläne für einen Autohof bei Osterburg und weitere Ansiedlungen im Zuge des Autobahnbaus seien alles andere als vom Tisch, betont Bürgermeister Nico Schulz.

„Die Einheitsgemeinde macht ihre Hausaufgabe und steht mit den potenziellen Investoren im regelmäßigen Kontakt. “ Dass die Kommune erst noch einen für derartige Vorhaben nötigen Flächennutzungsplan erarbeiten lassen muss, sieht der CDU-Mann inzwischen eher gelassen. „Wir wollen zügig in die Spur kommen. “ Der Stadtrat soll schon bald einen Aufstellungsbeschluss fassen und die Aufgabe an ein Fachbüro übergeben. Für das Regelwerk sind im aktuellen Haushalt 250 000 Euro eingestellt.

Die Stadt dürfe keine Zeit vertrödeln, sicherlich. „Aber überstürzen brauchen wir nun auch nichts. Es soll alles gut und ohne Fehler laufen, das ist entscheidend“, betont der Bürgermeister. Schließlich sei die Nordverlängerung der A 14 noch längst nicht vollendet. „Verkehrsminister Webel hält zwar weiter am Jahr 2020 fest, doch selbst wenn die Autobahn erst 2022 kommen sollte, passt das für uns noch. Die Arbeit an dem F-Plan kann bis zu drei Jahre dauern. Wir machen uns keinen Druck“, so Schulz im Gespräch mit der AZ.

Ein Autohof hat im Gegensatz zu einer Raststätte keine eigene und unmittelbare Zu- und Abfahrt zur Autobahn, sondern ist über eine Autobahnanschlussstelle zu erreichen. Ein Magdeburger Konsortium möchte den Komplex auf den „Bürgertannen“, im Bereich zwischen Stadtrandsiedlung und der Straße nach Storbeck, errichten (die AZ berichtete). Der Stadtrat hat im Sommer per Beschluss einen Grundstein gelegt. Das bis zu 20 Hektar große Areal kann veräußert werden. Verkauft ist es damit noch nicht, es handelt sich um eine reine Option. Der Bürgermeister: „Wir sollten mit Bedacht agieren. 2016 wollen wir mit den planungsrechtlichen Grundlagen für ein Gewerbegebiet dort ein entscheidendes Stück vorankommen. Und dann sehen wir weiter.“

Von Marco Hertzfeld

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