An der Stadtseeallee in Stendal

Neues Gesundheitszentrum: „Wollen unsere Angebote bündeln“

Anfang März soll hinter der Fassade des Gebäudes an der Stadtseeallee das Gesundheitszentrum der Salus-Praxis einziehen. Damit sollen Angebote gebündelt werden. Foto: Höpfner
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Anfang März soll hinter der Fassade des Gebäudes an der Stadtseeallee das Gesundheitszentrum der Salus-Praxis einziehen. Damit sollen Angebote gebündelt werden.
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Stendal. In der Hansestadt entsteht derzeit ein neues Gesundheitszentrum. Hinter der Fassade eines recht trist wirkenden Bürogebäudes an der Stadtseeallee ist einer der größten Arbeitgeber der Altmark damit beschäftigt, den Innenausbau bis März abzuschließen.

„Wir ziehen dahin, weil wir unsere Angebote bündeln wollen“, sagt Franka Petzke, Sprecherin der Salus-gGmbh, über die Umzugspläne des Unternehmens. Vor Ort gibt es bereits medizinische Angebote, die zum Frühjahr hin deutlich erweitert werden sollen, wie Petzke auf AZ-Anfrage mitteilt.

„Es ist geplant, dass in der Stadtseeallee 1 ab März 2018 auch das Gesundheitszentrum der Salus-Praxis Einzug halten wird“, teilt die Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit weiter mit. Bislang sind die verschiedenen ambulanten und fachärztlichen Angebote an unterschiedlichen Standorten in Stendal angesiedelt. „Zum Beispiel hatten wir medizinische Leistungen im Rolandhaus“, so Petzke. Im neuen Gesundheitszentrum, was derzeit entsteht, sollen dann unter anderem die Fachgebiete Psychiatrie/Psychotherapie, Neurologie, spezielle Schmerztherapie sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie/-psychotherapie angeboten werden, wie die Salus-gGmbh mitteilt.

Doch ein ganz neuer Mieter wird die Salus in dem Gebäude Ecke Westwall nicht sein. „Die Stendaler Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Salus-Fachklinikums Uchtspringe bereits seit etwa zwei Jahren in diesem Gebäude ansässig“, so die Sprecherin des Unternehmens. In dieser Einrichtung, die über 19 Plätze verfügt, können erwachsene Patienten mit psychischen Erkrankungen behandelt werden, bei denen sich damit ein vollstationärer Krankenhausaufenthalt vermeiden oder verkürzen lässt. Zu den behandelbaren Erkrankungen zählen zum Beispiel Depressionen, Angststörungen oder auch Abhängigkeitserkrankungen. Gut für die Patienten: „Die Einrichtung bietet tagsüber den stabilen therapeutischen Rahmen eines Krankenhauses, während die Patienten die Nacht und das Wochenende in ihrer eigenen Wohnung beziehungsweise bei ihrer Familie verbringen.“

Mit diesem Angebot gehe das Salus-Fachklinikum Uchtspringe „seit Oktober 2016 neue Wege bei der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen“. Das heißt: Akut erkrankte Patienten, die im Stadtgebiet Stendal wohnen und für diese Therapieform geeignet sind, werden im vertrauten Lebensumfeld von einem multiprofessionellen Team behandelt. Wie berichtet gehen die landeseigene Salus-gGmbh und das landkreiseigene Altmark-Klinikum seit Jahresbeginn gemeinsame Wege. Mit der Fusion entsteht ein Unternehmen mit insgesamt 3360 Beschäftigten an 14 Standorten, davon rund 2000 in der Altmark, und einem Umsatzvolumen von mehr als 200 Millionen Euro pro Jahr. Damit ist die Holding einer der größten Arbeitgeber der Region. Unter dem Begriff „Holding“ versteht man eine Dachgesellschaft, die Beteiligungen an anderen Unternehmen hält.

Von Mike Höpfner

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