Sachsen-Anhalter findet sein Glück auf dem Sattel / Dia-Show lockt reiselustiges Publikum ins Theater der Altmark

Wolfener Weltenradler würdigt Wodka-Weisheiten

Seine Welttour auf dem Fahrrad führte Thomas Meixner durch 35 Länder auf fünf Kontinenten. Er legte genau 98 951 Kilometer auf dem Drahtesel rund um den Globus zurück. Foto: Hammer

hh Stendal. „Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen“ berichtet der Volksmund. Wenn dieser eine Thomas Meixner heißt, der zu den olympischen Spielen nach Sydney in Australien mit dem Rad aufbrach und eine Weltreise damit machte, kann er das besonders spannend.

Und Thomas Meixner fesselte seine Stendaler Besucher von Anfang an. Er dozierte nicht, sondern berichtete locker von Begegnungen, Erfahrungen und verschiedensten Situationen, die er auf der drei Jahre und sieben Monate dauernden Fahrradtour erlebt hatte.

Aus Wolfen, seinem damaligen Heimatort, startend, ausgerüstet unter anderem mit einem Schreiben vom Nationalen Olympischen Komitee (NOK), das auch in russisch und chinesisch übersetzt war, brach der Sachsen-Anhalter auf, zunächst bis zur polnischen Grenze noch in Begleitung, aber danach dann tausende Kilometer immer allein. Und doch fast immer in „guter Gesellschaft“. „Man wird in Russland förmlich rumgereicht. Alle geben ihr Bestes und natürlich ist mitunter auch am helllichten Morgen schon Wodka dabei“, erzählt er und lässt ein russisches Sprichwort folgen: „100 Kilometer sind keine Entfernung, 100 Jahre kein Alter und sto Gramm (100 Milliliter) kein Wodka“

Auf steinigen, mitunter auch schlammigen Wegen kämpfte er sich nach China in dessen Provinzen durch. Der Grenzposten akzeptierte respektvoll seinen NOK-Brief. Dann durchradelte Meixner Indien und erlebte „Schönes“ und „Armes“ dicht beieinander. Der Weltenradler verstand es, auf jeder Station die Besonderheiten der Begegnung mit Menschen und ihren Eigenheiten plastisch zu schildern. Er brachte Verständnis auf und erreichte schließlich auch sein Ziel.

Eine einfache Rückreise allerdings kam für ihn nicht in Frage. Er hatte „Blut geleckt“ und wollte nun auch noch den amerikanischen Kontinent vom Süden her bis zum hohen Norden durchradeln und neue Eindrücke sammelnd kehrte er schließlich über Lissabon in die Heimat zurück.

Reich an Erlebnissen reich an neuen Erfahrungen für weitergeplante Radreisen. Sein Motto: Wenn du auf Reisen etwas erleben willst, dann nimm dir Zeit, und die hat man immer auf und mit dem Fahrrad.

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