FDP setzt auf Engagement der Jäger / Offiziell 81 Wölfe in Sachsen-Anhalt

„Der Wolf muss ins Jagdgesetz“

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Vor knapp einem Jahr im Landkreis Stendal: Wölfe haben Schafe gerissen. Die Angriffe nehmen stetig zu.

mei Stendal / Berlin. „Der Wolf muss in das Jagdgesetz. Nur so können wir auf den Sachverstand der Jäger als Fachkräfte bei der zunehmenden Wolfsproblematik zurückgreifen“, meint Dr. Marcus Faber, altmärkischer Abgeordneter der FDP im Bundestag.

Faber verweist auf drei neue Wolfsrudel, die sich im vergangenen Jahr allein in Sachsen-Anhalt angesiedelt haben. Nunmehr gebe es mindestens 81 Wölfe, verteilt auf elf Rudel, sowie zwei weitere Rudel an den Grenzen zu Brandenburg und Niedersachsen. Fabers Partei fordert einheitliche Standards für ein bundesweites Wolfsmanagement und -monitoring, wobei auf das Engagement der mehr als 380 000 Jäger zurückgegriffen werden sollte. „Die Jäger haben sich als ausgebildete Fachkräfte mit hervorragenden Ortskenntnissen im jeweiligen Jagdbezirk bewährt und sind in Notsituationen schnell hilfreich“, erklärt Faber.

Wurden 2015 bundesweit 700 Angriffe gezählt, waren es 2016 bereits mehr als 1000 gerissene Nutztiere. „Es ist Zeit, die Entschädigung für Weidetierhalter realistisch zu gestalten und die Beweislast bei den Landwirten und Schäfern zu reduzieren“, so Faber, und weiter: „Angesichts der grausigen Bilder auf den Feldern kann niemand ernsthaft von anderen heimischen Raubtieren ausgehen. Im Zweifel gilt es, zu unseren Land- und Viehwirten zu stehen.“

Die FDP-Bundestagsfraktion hat am 2. Februar die Aufnahme des Wolfes in das Bundesjagdgesetz sowie die Bereitstellung finanzieller Mittel für Schadensprävention und Wolfsgeschädigte beantragt.

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