Der Markt im Landkreis ist erschöpft / Drei neue Objekte werden geöffnet

Wohnungen für die Flüchtlinge werden knapp

Stendal. „Den Empfängern von Leistungen nach dem zweiten Sozialgesetzbuch stehen oft größere Wohnungen zu.

Das Problem ist, dass auf dem Wohnungsmarkt momentan gar keine größeren Wohnungen vorhanden sind“, berichtete Landrat Carsten Wulfänger (CDU) im Kreisvergabe-Ausschuss im Hinblick auf die aktuelle Flüchtlingssituation im Landkreis. Der Wohnungsmarkt ist laut dem Chef der Kreisverwaltung derzeit „ziemlich ausgeschöpft“.

„Wir haben noch größere Wohnobjekte, die bald geöffnet werden müssen“, sagte Wulfänger. Dazu zählen ein Objekt an der Havelberger Straße in Arneburg mit insgesamt 100 Plätzen, eines am Stendaler Akazienweg mit 60 Plätzen sowie ein Objekt an der Straße „Am Bültgraben“ in Osterburg. Dort stehen 73 Plätze zur Verfügung.

Der Landkreis plane weiterhin, „die bestehenden Mietverträge zu drehen“. Das heißt, dass in Zukunft die Flüchtlinge selbst Mieter ihrer Wohnung werden sollen. Momentan mietet der Landkreis Stendal die Wohnungen für Flüchtlinge an.

Im Landkreis leben momentan 1530 Asylsuchende. „In der letzten Woche haben wir keine neuen Flüchtlinge bekommen, aber bereits ab der kommenden Woche kann es wieder losgehen“, so der Landrat. Auf den Kommentar eines Ausschussmitgliedes, dass die Integration in den kleineren Orten problemlos funktioniere, sagte Wulfänger: „Da, wo wir nur ein oder zwei Familien hinbringen, höre ich immer nur Gutes. Die Probleme entstehen dort, wo viele Flüchtlinge zusammenkommen.“

Von Mike Höpfner

Rubriklistenbild: © dpa

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