Frage wird neu aufgerollt

Wohnmobil-Stellplätze in Stendal: Uchtewall wieder im Gespräch

Der Wohnmobilstandort am Schützenplatz ist im Stadtentwicklungsausschuss erneut infrage gestellt worden. Die Abrechnung sorge für Komplikationen, heißt es aus der Verwaltung.
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Der Wohnmobilstandort am Schützenplatz ist im Stadtentwicklungsausschuss erneut infrage gestellt worden. Die Abrechnung sorge für Komplikationen, heißt es aus der Verwaltung.

Stendal – Eigentlich war schon alles in trockenen Tüchern. Bei der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am Mittwochabend stand jedoch erneut die Vorplanung der Wohnmobil-Stellplatzanlage auf dem Schützenplatz auf der Tagesordnung.

Dabei kam auch der Uchtewall als Standort wieder ins Gespräch. Der Stadtrat hatte bereits 2018 beschlossen, dass die Anlage dort errichtet werden soll. Nach Angaben der Stadtverwaltung seien an diesem Standort jedoch Probleme mit der Abrechnung zu erwarten.

Da der Platz nicht nur für Wohnwagen und -mobile genutzt würde, sondern auch für Zirkus und Rummel, müsste eine Lösung gefunden werden. Denn wenn eine Tagespauschale gezogen wird, zahlt jeder, also der Camper, der einmal am Tag duscht und der Zoobetreiber, der seine Tiere versorgt, gleich viel für einen Tag Wassernutzung. Das Problem könnte behoben werden, wenn die Versorgung nach Verbrauch zusätzlich zum Stellplatz abgerechnet wird. Dafür müssten extra Säulen angeschafft werden, die höhere Kosten verursachen. Zusätzlich wäre der Platz, der als Stellfläche zur Verfügung steht, weiter eingeschränkt. Die Kosten könnten sich unter anderem aufgrund dieser Komplikationen auf rund 600 000 Euro inklusive Planung erhöhen. Bei dem Stadtratsbeschluss von 2018 war noch von rund 235 000 Euro plus 35 000 Euro für Planungen ausgegangen worden.

Frage wird neu aufgerollt

Aufgrund dieser Umstände wollte die Verwaltung vom Ausschuss wissen, ob noch einmal über die Ortswahl nachgedacht werden oder der Platz beibehalten werden sollte.

„Was ist machbar?“, wollte Katrin Kunert (Linke) von der Verwaltung wissen. Um das zu klären, sollten die möglichen Varianten erneut vorgestellt werden. Joachim Röxe (Linke) plädierte ebenfalls dafür, die Diskussion um den Standort erneut zu eröffnen. Schließlich gäbe es seit dem Stadtratsbeschluss von 2018 auch neue Fraktionen. Diese könnten dann im Sinne der Nutzer, bei annehmbaren Kosten für die Stadt, über den Standort entscheiden. Seinem entsprechenden Antrag stimmte der Ausschuss einstimmig zu. Im Folgegespräch wurde angeregt, dabei nicht nur die bekannten Varianten wieder aufzurollen, sondern auch neue Ideen mit ins Spiel zu bringen.

Axel Achilles vom Planungsamt der Stadt zeigte sich zufrieden mit dieser Entwicklung. Die Verwaltung habe den Uchtewall als Standort gegenüber dem Schützenplatz bevorzugt.

Bauamtsleiter Georg-Wilhelm Westrum warnte, dass die Neubewertung der verschiedenen Möglichkeiten Zeit in Anspruch nehmen würde. Es könnten nicht ohne Weiteres die Zahlen der vorherigen Berechnungen genutzt werden, da sich die Preise geändert hätten. Belastbare Zahlen gäbe es jedoch spätestens nach der Sommerpause.

VON STEFAN HARTMANN

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