Bundesforst vermutet Anwesenheit der Raubtiere schon seit drei Jahren

Tiere tappen in Fotofallen: Wölfe auf dem Truppenübungsplatz

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Zwei Wölfe, die vermutlich schon seit drei Jahren auf dem ca. 10 000 Hektar großen Truppenübungsplatz Klietz leben, sind in die Fotofalle getappt.

mei Klietz. Bisher waren es Gerüchte, die sich immer mehr verdichteten, jetzt gibt es Fotonachweise: Auf dem Truppenübungsplatz Klietz leben Wölfe. Sie sind in die Fotofalle der Bundesforst getappt.

Birgit Büttner, Wolfsbeauftragte des Platzes, hat Berichten der „Märkischen Allgemeinen“ zufolge bestätigt, dass sich drei Wölfe seit drei Jahren regelmäßig auf dem Übungsplatz aufhalten. Erste Anzeichen dafür habe es schon vor sechs Jahren gegeben.

Kurt-Werner Balke, Bereichsleiter Ost des zuständigen Bundesforstbetriebes Nördliches Sachsen-Anhalt, sagte auf Nachfrage der Zeitung, dass drei Wölfe seit etwa drei Jahren auf dem rund 10 000 Hektar großen Gelände sind. Sechs Fotofallen seien an verschiedenen Stellen des Areals aufgestellt worden. Birgit Büttner (Revier Schollene) kontrolliere die Kameras einmal in der Woche. Die Auswertung habe ergeben, dass die Raubtiere seit drei Jahren regelmäßig da seien. Auf den Fotos sei einmal ein Tier und einmal in Paar zu sehen. Balke vermutet, dass es sich bei den verschiedenen Fotos zu unterschiedlichen Zeiten um die gleichen Tiere handelt. Birgit Büttner glaubt nach Angaben der „Märkischen“, dass die beiden Wölfe ein männliches und ein weibliches Exemplar sein könnten.

Erste Anzeichen, die auf die Anwesenheit von Wölfen hindeuten, habe es schon vor ca. sechs Jahren gegeben. So habe sich das Verhalten des Wildes verändert. Rotwild, das normalerweise in Gruppen von 15 bis 20 Tieren unterwegs ist, habe sich zu großen Rudeln mit bis zu 150 Exemplaren zusammengeschlossen. Auch das Muffelwild hätte große Rudel gebildet. Da diese aus Korsika stammende Wildschafart nicht schnell über große Distanzen flüchten kann, ist sie leichte Beute für den Wolf und auf dem Truppenübungsplatz nahezu verschwunden.

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