Polizeiinspektion Stendal ermittelt Hauptprobleme

Wildunfälle an erster Stelle in Stendal

Wildunfälle bleiben in der Altmark ein Schwerpunkt. Die Zahl der Zusammenstöße hat sich im vergangenen Jahr altmarkweit um knapp 17 Prozent auf 4088 erhöht.
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Wildunfälle bleiben in der Altmark ein Schwerpunkt. Die Zahl der Zusammenstöße hat sich im vergangenen Jahr altmarkweit um knapp 17 Prozent auf 4088 erhöht.

Stendal – Bei 4088 Unfälle in den Landkreisen Stendal, Salzwedel und Jerichower Land stand 2019 Wild im Mittelpunkt. Damit sind die Zusammenstöße der häufigste Grund dafür, dass Kraftfahrer in Schwierigkeiten geraten.

Die Polizeiinspektion Stendal hat diese und weitere Zahlen für die Kreise veröffentlicht. Insgesamt gab es einen Anstieg: 10 201 Verkehrsunfälle wurden registriert, 2018 waren es 495 weniger. Ein Grund: Bei den Wildunfällen stieg die Zahl um 589 (plus 16,8 Prozent).

In anderen Bereichen konnte ein Rückgang registriert werden. Dazu gehört Fahruntüchtigkeit (-47), die zu Unfällen führen kann. Dabei spielt Alkohol weiterhin die Hauptrolle, es folgen Drogen und eine Kombination aus beidem. Es konnten auch 329 Frauen und Männer registriert werden, die zwar keinen Zusammenstoß verursachten, aber trotz Betäubungsmitteln am Steuer saßen. Zu den weiteren Schwerpunkten bei der Ursachensuche zählen Wenden und Rückwärtsfahren, fehlender Sicherheitsabstand sowie falsche Straßenbenutzung.

„Bei den Verkehrsunfällen verunglückten insgesamt 28 Personen tödlich (drei mehr als 2018)“ heißt es in der Pressemitteilung. Dazu gehörten ein Lkw-Fahrer, 18 Pkw-Fahrer/Mitfahrende sowie fünf Kradfahrer, ein Pedelec und drei Radfahrer. Die meisten Unfalltoten gab es im Landkreis Stendal (13), im Altmarkkreis waren es zehn.

Die Polizeiinspektion hat mit Blick auf alle Geschehnisse auch die Personengruppe der ab 65-Jährigen näher betrachtet. „Mit einem Anstieg von fünf auf zehn Unfalltote verdoppelte sich die Zahl der tödlich verunglückten Senioren“, informieren die Ordnungshüter. Bei den 18- bis 25-Jährigen sank diese Zahl von drei auf eins.

Auf annähernd gleichem Niveau blieben die Unfallfluchten, ist in der aktuellen Statistik der Polizeiinspektion Stendal vermerkt. 1517 Fälle (davon 626 aufgeklärt) stehen 1520 Delikten (davon 642 aufgeklärt) aus 2018 gegenüber. Im Rahmen von Geschwindigkeitskontrollen wurden von der Polizei im vergangenen Jahr rund 3142 Messstunden geleistet, bei denen 9154 Verstöße festgestellt und geahndet werden mussten.

VON CHRISTIAN ZIEMS 

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