Finanzierung von Stark-III-Mitteln abhängig

Eltern in Sorge um Grundschulneubau in Goldbeck

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Beim ersten Entwurf war die Leitung der Goldbecker Grundschule noch mit am Tisch. Aktuell wird der dritte Vorschlag des Stendaler Architekturbüros diskutiert, welcher auf Änderungswünschen der Verwaltung und des Jugendamtes beruht.

Goldbeck. „Es sieht aus wie ein Hähnchenmastbetrieb mit dem Flachdach“, äußerte sich eine Bürgerin, die zu jenen rund 50 Personen gehörte, die sich am Dienstagabend im Saal der Verwaltung in Goldbeck eingefunden hatten.

Der dritte Entwurf für einen Grundschulneubau neben der Goldbecker Sekundarschule stand an jenem Abend im Fokus des regen Interesses. Das Budget: 1,9 Millionen Euro. Mit dieser Summe lasse sich ein Komplex mit eingeschossigem Schulgebäude, Spielplatz, Miniaturpausenhof und Sport- und Parkplatz bauen. Maximal 120 Kinder würden auf die vier Klassenräume – von der ersten bis zur vierten Klasse – passen. 80 Mädchen und Jungen – die entsprächen der Wunschbelegung.

Es wurden bereits Abstriche gemacht, machte Planer Steffen Klug deutlich, in Absprache mit der Verwaltung und letzten Endes auch mit dem Jugendamt, welches sich mit dem Thema „Hort“ befasst. 150 Quadratmeter sind für die Betreuung außerhalb der Unterrichtsräume eingeplant, ohne dass diese und die Mensa mit eingerechnet sind. Es sei zunächst, bei der ersten Planung war die Schulleitung noch involviert, größer gedacht worden. Eine kleine Variante könnte es nun werden, wenn denn die halb vom Land in Aussicht gestellten Fördermittel aus dem Stark-III-Programm kommen. Wenn nicht, bliebe laut Verbandsgemeindebürgermeister Eike Trumpf zunächst alles beim Alten.

Ob das ein „Ja“ zu Rochau sei, wollte jemand wissen. „Nein. Rochau ist raus.“ Es würde vielmehr eine verlängerte Laufzeit für Iden bedeuten, „so lange es möglich ist.“ Was bedeutet: Ob nun mit neuem Komplex in Goldbeck oder ohne – blieben die Schülerzahlen stabil, gebe es keinen Grund zur Schließung.

Es könne jedoch nur ein Projekt gefördert werden. Denn schließlich befindet sich die Grundschule Goldbeck in einem Wettbewerb, einer, bei dem alle kommunalen Grundschulen gar Kindertagesstätten mitspielen. Zwei Projekte innerhalb der Verbandsgemeinde ins Rennen zu schicken, würde somit ungewollt für Konkurrenz sorgen. Kommunalaufsicht und Verbandsgemeinderat müssen die Planung noch absegnen. Dann kann der Wettbewerb um die Fördermittel beginnen.

Die Sorgen der Eltern blieben noch spürbar im Raum, dass am Ende ein modernes Gebäude mit energetischer Effizienz gebaut wird, jedoch auf engem Raum trotzdem zu wenig Platz für den Unterricht bleibt. Und, dass die Mittel dann nicht für die Ausstattung reichten. Laut Trumpf ließe es sich nicht vermeiden, Teile des bestehenden Mobiliars aus der bestehenden Schule mitzunehmen. Computer, beziehungsweise Tablets seien allerdings Standard.

Von Alexander Postolache

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