Nach Rückzug des Nabu: Adebar-Experte aus Nordrhein-Westfalen führt Safari zu 17 Horsten innerhalb Hansestadt an

Aus Werbens Störchen „touristisch Kapital schlagen“

Michael Tillmann (M.) erläuterte auf der Elbtor-Aussichtsplattform Werbens starke Adebar-Fraktion. Fotos (2): Schaffer

ws Werben. Storchensafaris haben in der kleinsten Hansestadt Deutschlands Tradition. Bislang machte Ulrich Graul als ehrenamtlicher Mitarbeiter der Infostelle des Naturschutzbundes (Nabu) alle Storchenfreunde mit den neuesten Fakten vertraut.

Dieses Mal lag die Organisation in den Händen des Werbeners Gunter Zwinzscher, der den Storchen-Experten Michael Tillmann aus Münster begrüßte. Naturfreund Tillmann leitet die 2012 gegründete „Landesarbeitsgemeinschaft Weißstorch“ und betreut Zoologische Gärten in Rheine und in Münster, wo sich die mit 100 Vögeln größte Weißstorchkolonie der Republik befindet. Aber nicht nur dort ist der „Storchenführer“ bekannt. Gleich nach der Wende entdeckte er unter anderem den damaligen Altkreis Osterburg als Zielgebiet für Ringablesungen mittels Spektiv und das Erfassen des Storchenbestands.

Die Hansestadt Werben bezeichnete Tillmann als einzige Storchenstadt Deutschlands, bezogen auf die Anzahl der besetzten Horste innerhalb der Stadt. 17 sind es derzeit, wobei der Bruterfolg in zwei Nestern noch aussteht. Inklusive Werbens Ortsteilen schlagen sogar 21 besetzte Horste zu Buche. „Damit könnte und sollte Werben unbedingt touristisch auch Kapital schlagen“, schlägt Tillmann vor.

Die Storchentour führte vom Rathaus über die Salzkirche zum Hungerturm, um über den Nordwall und Elbdeich das Werbener Tor zu erreichen. Nach einem Besuch im Turmmuseum, ging es hoch zur Aussichtsplattform. Dort bot sich ein wunderbar Blick über die Stadt und ihre Storchennester, zu denen die Zwinzscher und Tillmann viele Episoden berichteten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare