Arbeitskreis setzt für Gefallenen-Liste auf Tipps aus der Bevölkerung

Werbener sollen mitsuchen

Werben. „Es ist uns eine Herzensangelegenheit, nach über 20 Jahren der Wiedervereinigung, den Opfern von Krieg und Vertreibung ein würdiges Andenken zu schaffen."

Michael Schnelle und seine Mitstreiter des Arbeitskreises „Albrecht der Bär“ forschen länger als ein Jahr nach Fakten für eine Namenstafel gefallener Werbener.

Wie mehrfach berichtet, plant das Gremium die Wiedererrichtung des Denkmals Albrechts des Bären, weil die Geschichte der kleinsten Hansestadt der Welt eng mit dem Wirken des bedeutenden Askanierfürsten verwoben ist. Der Arbeitskreis musste zuletzt einen Rückschlag hinnehmen, als Werbens Stadtrat mehrheitlich gegen die Führung des Spendenkontos bei der Hansestadtverwaltung gestimmt hatte.

Mittlerweile zählt Werbens Gefallenenliste 28 Einträge. Die Namen gebürtiger Werbener, die als Gefreite und Obergefreite, Grenadiere und Obergrenadiere, als Matrosenobergefreite, Unteroffiziere, Hauptmann und Oberwachtmeister im Zweiten Weltkrieg in Estland, Russland, Polen oder in Kriegsgefangenschaft ihr Leben lassen mussten, haben die Aktiven dank aufwendiger Recherchen zahlreicher Helfer zusammengetragen. Dazu zählen Ahnenforscher Rainer Krukenberg aus Zernitz/Prignitz, Standesbeamtin Ingrid Jankow und Verbandgemeinde-Chef Eike Trumpf, zählt Schnelle auf.

Für die weitere Forschung setzt Arbeitskreis nun aber auch auf die Mitarbeit der Bürger. Er hat dazu einen Aufruf gestartet und bittet, die Liste gegebenenfalls zu vervollständigen.

Von Antje Mahrhold

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