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Wenn der Wolf ein Schaf entführt

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Was wohl passieren mag, wenn der Wolf ein Schaf entführt? Dieser Frage geht das Stück „Ein Schaf fürs Leben“ nach. Dabei zeigt sich, dass Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft nicht unbedingt Schwächen, sondern auch Stärken sein können.
Was wohl passieren mag, wenn der Wolf ein Schaf entführt? Dieser Frage geht das Stück „Ein Schaf fürs Leben“ nach. Dabei zeigt sich, dass Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft nicht unbedingt Schwächen, sondern auch Stärken sein können. © Heymann

Arneburg. Die Auseinandersetzung mit allen Facetten kultureller Bildung gehört idealerweise zu einem ganzheitlichen Bildungsansatz.

„Damit kann man gar nicht früh genug anfangen“, meint Ronald Huth, Vorstandsmitglied vom Landeszentrum „Spiel und Theater“ Sachsen-Anhalt. Das Zentrum will mit seinen Angeboten sowohl die aktive wie die beobachtende und beschreibende Auseinandersetzung mit dem Theater fördern. Dabei sollte diese Beschäftigung als Bestandteil der Allgemeinbildung in die vorhandenen Strukturen eingebettet sein.

Doch gerade im ländlichen Raum sei es schwierig, Kinder frühzeitig zum Beispiel mit dem Theater in Berührung zu bringen. Daher hat das Landeszentrum ein Projekt angestoßen, um diesem Problem entgegenzuwirken, indem es freie Theatergruppen für Gastspiele in Grund- und Förderschulen in ländlichen Regionen vermittelt.

In Arneburg kamen die Jungen und Mädchen der ersten bis vierten Klasse kürzlich ebenfalls in den Genuss eines solchen vermittelten Schauspiels. „Ein Schaf fürs Leben“ hieß das Stück, das in der Turnhalle der Grundschule zur Aufführung kam, und die Frage aufwarf, wie es wohl ausgehen mag, wenn ein Wolf ein Schaf entführt? Beängstigend naiv geht das Schaf mit ihm, um den seltsamen Ort „Erfahrungen“, zu finden, den der Wolf sehr gut zu kennen scheint. Das Schaf ist so freundlich, und man kann so gut mit ihm Schlitten fahren und Seil hüpfen. Wolf bekommt Zweifel, aber er hat auch schrecklichen Hunger. Wolf hat eigentlich immer Hunger. Wie kann man ein so liebevolles Wesen nur fressen? Die Geschichte vom hungrigen Wolf und dem offensichtlich hilflosen Schaf zeigt auf kindgerechte und anschauliche Weise, dass Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft keine Schwäche, sondern auch eine große Stärke sein können.

Den Mädchen und Jungen der Grundschule Arneburg sowie den angehenden Abc-Schützen aus der Kita „Elbräuber“, die ebenfalls zum Theaterschauen eingeladen waren, scheint es jedenfalls gefallen zu haben. Gespannt verfolgten sie das Treiben auf der Bühne, fieberten mit dem Schaf. Ein erster Schritt auf das Theater zu, dem möglichst viele weitere folgen sollten, sagte Ronald Huth der Altmark-Zeitung.

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