„Erste Hilfe am Haustier“: Tierärztin gab Tipps im Umgang mit Hunden und Katzen

Wenn der Vierbeiner kränkelt

Susi ist eine geduldige Hündin. Ohne Murren agierte sie als Probandin für die Erste-Hilfe-Übungen am Tier, die Tierärztin Grit Kiesow Freitagabend im Landratsamt erklärte. Foto: Pohlmann

pm Stendal. Jeder Tierliebhaber und Besitzer von Hunden oder Katzen schätzen ihre Vierbeiner, sorgen diese doch für Abwechselung und Freude im Alltag und werden somit auch meist als ein Familienmitglied angesehen.

Werden bei den Lieblingen Unregelmäßigkeiten, Verletzungen oder Anzeichen einer Krankheit erkannt, ist die Sorge bei den Frauchen oder Herrchen groß, leiden diese doch häufig mit und machen sich Gedanken, wie sie helfen können. Auf diese Fragen ging am Freitag die Tierärztin Grit Kiesow ein, die in Zusammenarbeit mit der Kreisvolkshochschule interessierte Bürger zur Veranstaltung zum Thema „Erste Hilfe am Haustier“ eingeladen hatte.

Zu Beginn ging sie auf Notfälle wie Vergiftungen, Kreislauf- und Bewusstseinsstörungen, Verletzungen im Straßenverkehr, innere Organschäden, Beeinträchtigen durch Bandscheiben-, Nieren- oder Augenverletzungen bei den Tieren ein. Nicht ganz unbekannt bei den Zuhörern waren Maßnahmen, die die Ärztin im Rahmen der Rettungskette nannte, die oftmals mit menschlichen Hilfsaktionen zu vergleichen sind. Dazu gehören zum Beispiel die stabile Seitenlage, Herzdruckmassagen und sogar Mund-zu Schnauzenbeatmung Um eigene Verletzungen oder Bisse bei der Erstversorgung zu vermeiden, sollte das Maul mit einer dehnbaren Binde fixiert werden und bei einer Katze ist es wirksam, wenn über das Tier eine Decke gelegt wird. Dem Helfenden wird geraten, in diesen ungewöhnlichen Fällen nicht hektisch zu agieren, um beruhigend auf das Tier einzuwirken. Die Behandlung von Blutungen, das richtige Verhalten bei Krämpfen oder das Fixieren von Brüchen waren weitere Gesprächspunkte. Die Ärztin rät, ständig die Telefonnummer vom Tierarzt mitzuführen, um schnelle Hilfe zu erreichen.

Während dieser theoretischen Ausführungen suchte die mitgekommene Hündin der Tierärztin, „Susi“, bei den Zuhörern Kontakte und Streicheleinheiten, bevor sie geduldig als Probantin agierte und viele von den oben genannten Erstversorgungsmöglichkeiten geduldig über sich ergehen ließ und natürlich dafür mit Leckerlis belohnt wurde.

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