Stadt will Wünsche bei Grabformen stärker berücksichtigen

Weniger Erdbestattungen in Stendal

Über ihre letzte Ruhestätte denken viele Menschen nur ungern nach. In der Hansestadt Stendal stehen mehrere verschiedene Möglichkeiten bereit.
+
Über ihre letzte Ruhestätte denken viele Menschen nur ungern nach. In der Hansestadt Stendal stehen mehrere verschiedene Möglichkeiten bereit.

Stendal – Vor einigen Wochen wollte die Hansestadt Stendal ihren Bürgern einen Rundgang über die städtischen Friedhofsanlagen am an der Rönnefelder Straße anbieten, um über die verschiedenen Bestattungsmöglichkeiten zu informieren.

Letztendlich ist der Termin wegen der Corona-Krise ausgefallen.

Insgesamt werden in Stendal neun verschiedene Bestattungsmöglichkeiten angeboten, wie die Hansestadt auf AZ-Anfrage erklärt. Diese reichen von Wahlgrabstätten mit der Belegung mit einem Sarg oder zwei Urnen je Stelle über Reihen- sowie Kindergrabstätten und islamischen Gräberfeldern, bei denen der Verstorbene auf der rechten Seite liegt, mit dem Gesicht nach Süd-Südost gerichtet, bis zu anonymen Urnengemeinschaftsanlagen.

Dabei sind Wahlgräber am teuersten, Gemeinschaftsanlagen liegen im mittleren Bereich und sind damit teurer als die günstigen Reihengräber. Am Häufigsten nachgefragt werden nach Angaben der Stadt Gemeinschaftsanlagen Ihnen folgt in der Beliebtheit das Urnenwahl- beziehungsweise das Urnenreihengrab.

In den vergangenen Jahren zeichnete sich im gesamten Bundesgebiet der Trend ab, dass immer weniger Erdbestattungen vorgenommen werden. Mittlerweile sind sie in Stendal mit etwa 15 pro Jahr mit nur noch einem Bruchteil Menge der rund 500 jährlichen Urnenbestattungen vertreten.

Um den Gefahren einer Über- oder Unterbelegung entgegenzutreten beabsichtigt die Hansestadt mit gesteuerter nachhaltiger Friedhofsgestaltung, insbesondere auch mit neuen Bestattungsangeboten, nachzusteuern. In den kommenden Jahren sollen außerdem neue Grabanlagen entstehen. Insbesondere solle dabei der Nachfrage nach pflegefreien Grabstätten stärker Rechnung getragen werden, wie es in dem Antwortschreiben der Stadt weiter heißt.

VON STEFAN HARTMANN

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare