Altmärker Weihnachtsshow kann früher stärker zünden

Nikolaus bringt in Stendal den Zirkus

Zirkusfrau Alicia Spindler und ein Pferd stehen vor dem Zelt in Stendal.
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Das Pferd spitzt die Ohren. Alicia Spindler macht nach der Premiere im Winter 2019/20 in diesem Dezember weiter. Corona hatte den Zirkus zuletzt ausgebremst.
  • Marco Hertzfeld
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Der Stendaler Weihnachtszirkus soll sich zu einer festen Marke entwickeln. Nach der Premiere im Winter 2019/20 und der Zwangspause wegen Corona in der Saison darauf will Alicia Spindler eine Schippe draufpacken.

Stendal – „Hallo, ich bin es, es gibt uns noch.“ Alicia Spindler, ein altmärkisches Zirkuskind, meldet sich am Telefon. Zuletzt hatte sie Anfang Januar 2020 im AZ-Gespräch ihren ersten Stendaler Weihnachtszirkus ausgewertet. Dann kam Corona und die ambitionierte Veranstalterin, gerade einmal Anfang 20, wurde ausgebremst. Deshalb fiel die Veranstaltung, die eine feste Marke im Veranstaltungskalender der Region werden soll, zuletzt aus. In diesem Jahr haben die Zirkusleute recht freie Bahn und kommen früher als gedacht. Das Ganze ist wie folgt überschrieben: „Altmärker Weihnachtsshow präsentiert Nikolauscircus.“ Akrobaten und Dompteure gastieren vom 27. November bis 6. Dezember auf dem Schützenplatz. „Es geht auch vor dem Nikolaustag weihnachtlich zu“, verspricht Spindler.

Hinter der 23-Jährigen steht eine ganze Zirkusfamilie. Circus Voyage betreibt seit Jahren einen Weihnachtszirkus in Berlin. Die Wurzeln der Truppe liegen nicht zuletzt auch in der Altmark. Spindler ist im westaltmärkischen Brunau aufgewachsen und zur Schule gegangen. „Ich erinnere mich gern daran und weiß noch ziemlich gut, wie es dort überall aussieht“, versichert die junge Frau. Auch deshalb sei das erste eigene Projekt ausgerechnet in dieser Region nach wie vor eine Herzensangelegenheit. Wenngleich Brunau (Kalbe) und Stendal natürlich in zwei verschiedenen altmärkischen Landkreisen liegen. Der Familiensitz befindet sich mittlerweile bei Leipzig. Und übrigens: Spindler ist Mutter geworden. „Die Zeit dafür war einfach günstig“, meint sie und lacht herzhaft.

Der Kartenverkauf im Internet für die gut ein Dutzend Vorstellungen soll bereits begonnen haben. Tickets direkt in Stendal gibt es ab dem 25. November. „Es wird meine zweite Show in Eigenregie.“ Die Vorfreude sei groß. Die Premiere im Winter 2019/20 ließ durchaus noch Luft nach oben, so hatte es Spindler gegenüber der AZ damals auch selbst eingeschätzt. Unter anderem musste die Organisatorin mit dem kurzfristigen Ausfall eines Dompteurs umgehen lernen. Was genau die Besucher im Nikolauscircus erwartet, dazu lässt sich die junge Mutter noch nicht groß in die Karten schauen. Pferde, Ponys und Lamas sollen auf jeden Fall zu sehen sein. Zu Clownerie und Akrobatik will sie schon bald mehr verraten. Und ja, natürlich finde alles unter den aktuellen Coronaspielregeln statt. „Wir machen es uns aber alle schön.“

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