„Weder Technik noch Helfer“

Stendaler Wehrleiter kritisiert ABC-Fachgruppe Arneburg-Goldbeck

+
Auslaufende Chemikalien, hier simuliert durch Wasser, können Gefahren für Leib und Leben bergen. 

Stendal – Es ist nicht nur ihr unermüdlicher Einsatz, wenn wieder mal ein Haus in Flammen steht, der die Arbeit von Brandschützern unabdingbar macht.

Auch im Bereich des sogenannten ABC-Schutzes, unter den unter anderem die Bergung von atomaren, biologischen und chemischen Stoffen fallen, kommen Aktive der Feuerwehr zum Einsatz. Doch bei den Wehren der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck ist zumindest nach Ansicht von Stendals Stadtwehrleiter Michael Geffers genau dieses Fachgebiet, der ABC-Schutz, durchaus ausbaufähig.

ABC-Einsätze seien personal- und zeitaufwendig und erfordern eine spezielle, umfangreiche gerätetechnische Ausstattung und Ausbildung der Einsatzkräfte. Es ist nicht das erste Mal, dass Geffers die Arbeit der ABC-Fachgruppe der Verbandsgemeinde in einer Jahreshauptversammlung kritisch beäugt.

Der Grund dafür sei klar: Weder stünde aus Geffers Sicht vernünftige Technik noch eine ausreichende Anzahl an Helfern zur Verfügung. An eine Zusammenarbeit mit der Fachgruppe der Verbandsgemeinde sei daher nicht zu denken, bedauert er. Im Beisein seiner Stendaler Kameraden schimpft er: „Selbst die Aufsichtsbehörde verschließt die Augen vor dieser Problematik.“

Eine Verbesserung der Lage erwarte Geffers nicht. In Stendal gebe es diese Problematik nicht: Die ABC-Fachgruppe der Stendaler Ortsfeuerwehr absolviere jährlich zahlreiche Ausbildungen auf dem Fachgebiet, so Geffers.

Doch auch in der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck ist man nicht ganz untätig. Aus dem aktuellen Jahresbericht der Idener Ortswehr etwa geht hervor, dass im vergangenen Jahr zwei Kameraden die ABC-Spezialausbildung in Heyrothsberge (Jerichower Land) erfolgreich absolviert haben.

Christoph Ullrich nahm gleich noch eine Verlängerung der Ausbildung auf sich und kann nun eine Führungsposition im ABC-Schutz übernehmen. Auch ist er in der Lage, sein Wissen rund um das besagte Fachgebiet an seine Kameraden weiterzugeben.

VON UTE KRUG UND CHARLOTTA SPÖRING

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare