Land investiert bis 2020 gut 670 Millionen Euro in den Hochwasserschutz / Auch Landkreis profitiert

„Wahnsinnig viel Geld“ für Deiche

Innerhalb kürzester Zeit wurde der Deich um Demker im Juni errichtet. Dieser wird nun komplett neu aufgebaut.
+
Innerhalb kürzester Zeit wurde der Deich um Demker im Juni errichtet. Dieser wird nun komplett neu aufgebaut.

Landkreis. „Es geht um wahnsinnig viel Geld, das nach dem Juni-Hochwasser fürs Reparieren, Sanieren und Neuerrichten von Deichen, Sperrwerken oder Poldern zur Verfügung steht“, sagte Burkhard Henning, Direktor des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) vorgestern in Stendal.

Bis 2020 habe sich das Land zum Ziel gesetzt, den Schutz der Bevölkerung vor Hochwassern weiter zu verbessern, um solche Szenarien, wie im Juni/Juli zu vermeiden.

Dazu wurde eine Prioritätenliste erarbeitet, deren Schwerpunkte innerhalb verschiedener Zeitfenster abgearbeitet werden sollen, berichtete Henning den Mitgliedern des Kreisausschusses unter Vorsitz von Landrat Carsten Wulfänger.

Bereits im Zeitraum von 2002 bis 2012 habe das Land rund 487 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert, davon rund 98 Millionen Euro im Landkreis Stendal. Doch das Juni-Hochwasser habe gezeigt, dass dies nicht ausreichend gewesen ist. Bis 2020 sollen daher nochmals 670 Millionen Euro landesweit in den Hochwasserschutz fließen, in erster Linie aus den Fördertöpfen von EU und Bund. Ganz oben auf der Liste des LHW für den Landkreis steht unter anderem die Reparatur des Deiches bei Fischbeck. Dieser soll komplett neu trassiert werden und bis 2015 fertiggestellt sein. Nochmals „weggeschoben“ und neu errichtet wird der Deich bei Demker (bis Frühjahr 2014) und der Deich von Elversdorf wird auf 7,80 Meter erhöht.

Von Matthias Kuhn

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare