Neuer Teich-Parcours könnte Vorbild für weitere Anlage sein

Vorzeigeturner zum Stadtsee

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Regentage lassen selbst den frisch eingeweihten Parcours am Teich leer.

Stendal – Für die einen sind Balancierstrecke und schwebende Plattform die Favoriten, andere mögen vor allem Armzug und Rückenstrecker. Der Bewegungsparcours am Stendaler Schwanenteich, vor gut einem Monat eingeweiht, scheint nicht ins Abseits gesetzt.

Jedenfalls kommt die Stadt zu diesem Schluss. Und: Aktuell gebe es Überlegungen und Ideen, eine ähnliche Anlage auch am Stadtsee einzurichten, und das gänzlich neu, informiert Rathaussprecher Armin Fischbach auf Nachfrage der AZ.

Nahe Skatepark und Stadtsee existiert eine Fitnessstrecke, die aber ein wenig in die Jahre gekommen scheint und nicht die Klasse haben dürfte. Nun gibt es womöglich bald einen Parcours nach dem Vorbild der Schwanenteich-Anlage. „Dabei handelt es sich aber bisher lediglich um Studien zu unseren Sportanlagen in Stendal, weshalb eine konkrete Aussage zu Zeitrahmen und Kosten derzeit noch nicht möglich ist“, lässt Fischbach weiter wissen.

Schon die Anlage am Schwanenteich im Ostpark hat ihren Preis. Die Gesamtkosten belaufen sich auf fast 43 000 Euro. Diese Zahl beinhaltet auch die aufgestellten Abfallbehälter, Fahrradständer, Hinweisschilder und die Montage. Der Parcours umfasst die wichtigsten Stationen einer bestimmten Fit-Spaß-Produktgruppe unterm freien Himmel. Weitere Stationen oder eine anderweitige Erweiterung sind laut Fischbach derzeit nicht geplant. Die Resonanz? „Unserer Einschätzung nach bisher ganz gut.“ Zahlreiche Bürger verschiedenen Alters seien schon bei der offiziellen Einweihung dabei gewesen. Auch gebe es erste „Benutzungsspuren“. „Nach Beobachtungen unserer für Spielplätze zuständigen Mitarbeiter wird der Parcours von mehreren Gruppen gut und regelmäßig genutzt.“

Die Stadt scheint von dem Konzept überzeugt. Die Bürger sollen ermutigt werden, die Geräte „unabhängig von Alter, Größe, Gewicht, Geschlecht und Vitalität auch außerhalb von Vereinen und nach eigenem zeitlichen Gusto“ zu nutzen. „Es ist ein Angebot, mit dem wir der zunehmenden Bewegungsarmut im Alltag entgegenwirken und Krankheitskosten minimieren wollen“, erklärt Fischbach den tieferen Sinn der Anlage, die aus insgesamt zehn Stationen besteht. Die Idee soll bei einem Spaziergang um den Teich entstanden sein, eine Projektgruppe bildete sich, die Stadt zog mit. Oliver Seitz, Diplom-Sportwissenschaftler und Mitinitiator des Projekts, führte bei der Übergabe der Anlage in einzelne Geräte ein.

Der Parcours lässt sich in zwei Bereiche teilen, Koordination sowie Kraft und Ausdauer. Es seien spielerische Übungen wie das Pedalo, aber auch klassische Trainingsübungen wie Liegestütze vertreten. An jeder Station sind Schilder angebracht, die Erklärungen geben. Wer nicht gleich loslegen will, kann sich daheim über das Internet kurze Videos anschauen. Sie sind auf der Stadtseite www.stendal.de zu finden.

VON MARCO HERTZFELD  

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