Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen vergibt Großauftrag

Viel zu tun für Alstom in Stendal

2019 wurden bereits einige Wagen erneuert. Ein Mitarbeiter der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen begutachtet einen der bei dieser Maßnahme überarbeiteten Waggons. 
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2019 wurden bereits einige Wagen erneuert. Ein Mitarbeiter der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen begutachtet einen der bei dieser Maßnahme überarbeiteten Waggons.

Stendal – Auf das Stendaler Alstom-Werk kommt viel Arbeit zu. Wie die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mitteilt, lässt sie 169 Doppelstockmittelwagen modernisieren, die für die Bahnunternehmen „metronom“ und „Start Unterelbe“ fahren.

Den Zuschlag für den 27 Millionen Euro umfassenden Auftrag erhielt die Firma Alstrom, die entschieden hat, die Arbeiten im Stendaler Werk zu erledigen. Die 15 bis 18 Jahre alten Wagen hätten ungefähr die Hälfte ihrer Betriebszeit erreicht. Mit der Investition solle den Fahrgästen eine Qualität geboten werden, die fast an die von Neubauten heranreiche, erklärt LNVG-Geschäftsführerin Carmen Schwabl.

Das Stendaler Werk hatte in der vergangenen Zeit nicht immer die besten Nachrichten zu vermelden. 2019 wurde die Produktion der Hybridlok Prima H3 nach Salzgitter verlegt (AZ berichtete). Betriebsratsvorsitzende Karin Köppe kritisierte damals, dass die 220 Arbeitsplätze in Stendal nicht vertraglich abgesichert seien. Wenig später machten sich Gerüchte breit, dass im niedersächsischen Werk Stellen abgebaut werden sollten. Die Neuigkeiten über den Großauftrag bis 2026 könnte den Stendaler Beschäftigten nun Sicherheit für eine zukünftige Beschäftigung bieten.

Für die Nutzer der niedersächsischen Bahnverbindungen sollen die Arbeiten mehr Komfort bieten. So werden insgesamt 24 000 neue Sitze mit Klapptischen und Laptop-Halterungen verbaut. Die Viererplätze sollen außerdem Steckdosen erhalten. Der Einbau eines Wlan-Netzwerkes laufe bereits. Bereits 2019 wurde ein großer Auftrag an den Hersteller der Waggons Bombardier vergeben. Obwohl die jetzigen Arbeiten von Alstom erledigt werden, solle in allen Wagen ein einheitliches Bild entstehen: Das Material für den Umbau stammt ebenfalls vom Hersteller Bombardier.

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