Veteranentreffen auf dem Magdeburger Flugplatz mit altmärkischer Beteiligung

„Rundkappen“ am Himmel über der Landeshauptstadt

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Sicherheit hat oberste Priorität: Bei der Vorbereitung der Fallschirme muss alles stimmen. Mit großem Interesse beobachteten die Fallschirmspringer aus Österreich das Packen, bevor sie selber zur Tat schreiten.

Stendal/Magdeburg. Ehemalige Fallschirmjäger der NVA, der Bundeswehr, aus Frankreich, Polen und England sowie Aktive aus Österreich kamen kürzlich zum Veteranentag auf dem Flugplatz Magdeburg zusammen.

Trotz der wechselnden Witterungsbedingungen nutzten sie die Gelegenheit, um mit ihren „Rundkappen“ aus einer Antonov AN-28 in den Himmel der Landeshauptstadt einzutauchen.

Springer helfen sich bei der Kontrolle der Ausrüstung.

Es seien drei unvergessliche Tage für Teilnehmer und Zuschauer gewesen, sagte Silvio Kruse, Vorsitzender der Fallschirmjägerkameradschaft Stendal/Tangermünde der AZ. Immer wieder habe es rührende Szenen gegeben, wenn sich alte Freunde trafen oder neue Kameraden herzlich aufgenommen wurden. Besonders die ausländischen Teilnehmer hätten, sagte Kruse weiter, sofort das Gefühl bekommen, dazuzugehören. „Was sofort auffiel, war, dass das zweite Treffen dieser Art mehr und mehr zu einem Familientreffen wurde.“ Kruse spielt damit nicht nur auf die, wie er sagt, „große Familie der Fallschirmjäger“ an. Vielmehr seien auch zahlreiche Angehörige der Springer dabei gewesen und hätten so „Anteil am Hobby ihrer Männer, Väter und Großväter genommen oder selbst einen Tandemsprung wagen“. Eine erfreuliche Tendenz, wie Silvio Kruse meint.

Den angereisten Fallschirmspringern aus Großbritannien, Polen, Frankreich, den Niederlanden und Österreich habe das offene Klima und die Kameradschaft auf der Sprungveranstaltung sehr gut gefallen, sodass sie auf eine Einladung zur nächsten Veranstaltung hoffen, berichtet Kruse weiter. Die Mitglieder der Fallschirmjägerkameradschaft Stendal/Tangermünde nutzten die Gelegenheit, um sich rege am Sprungbetrieb zu beteiligen und sich Einträge in das Sprungbuch bestätigen zu lassen.

Für das Publikum seien es wohl die als „Rundkappen“ bezeichneten Fallschirme gewesen, die eine besondere Faszination ausübten. Dazu gesellten sich farbenfrohe Gleiter, die Tandem-Master mit ihren untergeschnallten Springern und die verschiedensten Schirmtypen, die gemeinsam ein atemberaubendes Bild an den Magdeburger Himmel zauberten. Per Moderation wurde den am Boden gebliebenen Zuschauern kompetent und anekdotenreich aufgelockert erklärt, welche Fallschirmsysteme und Sprungtechniken es gibt. Wetterbedingte Unterbrechungen im Sprungbetrieb blieben zwar nicht aus, konnten der guten Stimmung jedoch keinen Abbruch tun. Die Interessengemeinschaft Fallschirmjäger und der Bund Deutscher Fallschirmjäger e.V. bereicherten das Programm mit ihren Veranstaltungen und stillten den Informationshunger interessierter Besucher.

An den Abenden ließen die Springer in geselliger Runde das Erlebte des Tages oder auch aus der vergangenen Dienstzeit Revue passieren.

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