„Vertrauen wurde zerstört“

Linke geht auf Parteitag hart mit der CDU ins Gericht 

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Führten organisatorisch durch den Kreisparteitag: Mario Blasche (von links) sowie die beiden stellvertretenden Kreisvorsitzenden des geschäftsführenden Kreisvorstandes, Stefanie Schulz und Dr. Helga Paschke. 

Stendal – Zuversichtlich und kämpferisch – so zeigte sich Die Linke auf ihrem Kreisparteitag, der am Sonnabend im Landratsamt in Stendal stattfand. Nicht gespart wurde mit Kritik am politischen Gegner, insbesondere an der CDU.

Mario Blasche, Mitglied des Kreisvorstandes der Linken, stellte auf dem Parteitag die Zusammenarbeit mit externen Akteuren bei der Entwicklung des Parteiprogrammes hervor. „Da haben nicht nur Parteimitglieder mitgearbeitet, sondern auch Akteure der Zivilgeselleschaft“. Schwerpunkte des Wahlprogramms sind neben weiteren Themen eine Reform der kreiseigenen Abfallentsorgungsgesellschaft (ALS) bei der es laut den Linken Optimierungsbedarf bei der Gebührengerechtigkeit und -transparenz gibt.

Dr. Helga Paschke, eine der beiden stellvertretenden Kreisvorsitzenden der Partei, verwahrte sich gegen den Vorwurf, man hätte in den vergangenen Jahren „Opposition gespielt. Wir haben jedes Vorhaben unterstützt, das unserer Politik entspricht“. Die CDU sprach sie als einzige der anderen Parteien direkt an. „Die schleppende Aufarbeitung des in seiner Form in Deutschland einmaligen Wahlfälscherskandals in Stendal hat viel Vertrauen zerstört. Auch beobachten wir insgesamt einen nach rechts rutschenden, aggressiven Tonfall, wenn es um Flüchtlinge geht“.

Ohne Gegenstimme angenommen wurde ein Initiativantrag für die Beschäftigten von Alstrom Stendal. Das Unternehmen hat beschlossen die Hybridlokomotive Prima H3 von Stendal nach Salzgitter zu verlegen. Zwar habe das Unternehmen den Beschäftigten versprochen, die 220 Arbeitsplätze in Stendal zu erhalten. Doch sei dies nicht vertraglich abgesichert.

Insgesamt 27 Namen stehen auf der Liste für die Wahl des Stadtrates in Stendal: Katrin Kunert, Joachim Röxe, Stefanie Schulz, Sven Meinecke, Christel Haaker, Rico Goroncy, Birgit Köpke, Jörg Glewwe, Gudrun Tanne, Peter Riebeseel, Karin Köppe, Stefan Grabert, Ute Erxleben, Christian Beyer, Inge Sanftleben, Axel Kliche, Dagmar Teutschbein, Clemens Nitz, Ludwig Reinig, Rudi Breyer.

In den Stadrat einziehen wollen Kevin Schlamann, David Scheel, Torsten Reimann, Klaus-Dieter Haack, Ray Wojtek, Bernd Hauke und Gerd Schnee.

VON TOBIAS HENKE

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