Polizei setzt Suche nach fünfjährigem Mädchen in Wilhelmshof fort

Vermisst nach Familienfeier! Von Inga (5 Jahre) fehlt jede Spur

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Gestern trafen weitere Einsatzkräfte in Wilhelmshof ein, um ein 3500 Hektar großes Waldstück noch einmal zu durchkämmen. Von der kleinen Inga fehlt seit Samstagabend jede Spur. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen.

kr/mei Wilhelmshof. Auch heute haben 550 Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr fieberhaft nach der fünfjährigen Inga Gehricke gesucht. Am Nachmittag musste Mike von Hoff, Polizeikommissar aus Magdeburg, verkünden, dass es weiterhin keine Spur von dem Mädchen gibt, das seit Sonnabend 19.40 Uhr verschwunden ist.

Das Bild wurde ca. eine Stunde vor Ingas spurlosem Verschwinden aufgenommen. Diese Kleidung trug die Fünfjährige, als sie in den Wald ging.

Die kleine Schönebeckerin war im Stendaler Ortsteil Wilhelmshof bei einem Mitarbeiter des dortigen Behindertenwohnheims zu Besuch. Im Rahmen einer Familienfeier wurden die Kinder in den nahen Wald geschickt, um Holz für ein Lagerfeuer zu sammeln. Dass Inga nicht zurück gekehrt war, sei zirka eine Stunde später festgestellt worden, hieß es heute. Zu diesem Zeitpunkt sei die Polizei alarmiert worden. Noch am Abend und in der Nacht begannen die Suchmaßnahmen, an denen auch Hubschrauber und ein DLRG-Team aus Barnim (Brandenburg) beteiligt waren.

Man habe eine Haarspange gefunden, die aber definitiv nicht der Fünfjährigen gehört. Das hätten auch die Eltern bestätigt, die vor Ort sind und von einem Kriseninterventionsteam betreut werden.

Die Spürhunde der Staffeln Stendal, Salzwedel und Magdeburg sowie aus dem Jerichower Land hätten nicht angeschlagen. Abgesucht wurde inzwischen ein etwa 3500 Hektar großes Areal rund um den Wilhelmshof. Die Feuerwehren hätten alle Tümpel in der Nähe ausgepumpt – keine Spur von Inga.

Die Polizei kündigte an, die Suche weiter fortzusetzen. Heute kurz nach 13 Uhr trafen neun weitere Polizeifahrzeuge auf dem Wilhelmshof ein. Eine weitere Hundertschaft wurde hinzugezogen, um den Wald in einem Suchradius von vier bis fünf Kilometern nochmals zu durchforsten, da Dunkelheit und Witterung die Suche in der Nacht zuvor erschwert hatten.

Die Ermittlungen laufen in alle Richtungen. Wie es gestern während der Pressekonferenz vor Ort hieß, sollen nun Angehörige sowie Bewohner und Betreuer des Wilhelmshofes befragt werden.

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