Fertigstellung des Marktes kann länger dauern – Weihnachtsmarkt muss möglicherweile umziehen

Verdrängt Wasserspiel die Eisbahn?

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Das Wasserspiel soll laut Plan des Tiefbauamtes auf der westlichen Marktplatz-Seite vor der Baumreihe umgesetzt werden.

Stendal. Der Entscheid des Stadtrates für ein Wasserspiel auf dem Marktplatz hat städtische Planungen für kommende Veranstaltungen auf dem Platz etwas zerrupft.

Klar ist bisher: Durch den Einbau des Wasserspiels werden sich die Arbeiten für die Umgestaltung des Marktes verlängern. „Es wird bis ins kommende Jahr dauern“, prognostiziert Stadtsprecher Klaus Ortmann. Das kann Folgen haben für die geplante Eisbahn und den Weihnachtsmarkt.

„Wir hatten ins Auge gefasst, mit dem kompletten Markt bis zum dritten Advent und zum Weihnachtsmarkt fertig zu sein“, sagt Ortmann. Und dann kam der Vorschlag, ein Wasserspiel zu bauen, am Montag stimmte eine Mehrzahl der Stadträte – samt Bürgermeister Schmotz – dafür, und nun muss das Ding also in den Marktboden. In der kommenden Woche werde es ein erstes Planungstreffen von Tiefbauamt und Fachplanern geben.

Der Fahrplan ist derzeit grob so: Bis Ende Mai, so versprechen es die Archäologen der Stadt, ist die Marktseite, an der sie derzeit bauen, aus ihrer Sicht fertig. Zunächst wird der Markt provisorisch zugepflastert. Dann kommt das Rolandfest Anfang Juni. Dann kommen wieder die Archäologen an die Reihe und graben die zweite Hälfte des Marktplatzes auf. Dann kann mit der eigentlich avisierten Umgestaltung des Marktplatzes begonnen werden, und in dem Zuge wird dann auch das neue Projekt, das Wasserspiel, eingebaut. Und das könne womöglich bis ins nächste Jahr dauern, bedingt auch durch die Wetterlage.

Also möglicherweise ein Weihnachtsmarkt samt geplanter Eisbahn mit Baustelle nebenan? Nein, sagt Ortmann, soweit werde man es nicht kommen lassen. „Wir können auch auf einen anderen Bereich ausweichen. Wir haben so viele schöne Plätze.“

Aber wohin? Dass der Sperlingsberg allein schon für eine Eisbahn zu klein ist, ist bereits bekannt (AZ berichtete). Ortmann bringt andere Plätze ins Spiel: Schützenplatz, Mönchskirchhof, es gebe auch den Winckelmannplatz. Aber Verbindliches kann er nicht verlautbaren: „Der Entscheid für das Wasserspiel ist gerade einmal drei Tage her“, gibt er zu bedenken. Es gibt noch viel zu planen.

Von Kai Hasse

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