Puppenbühne zeigt 60 Mädchen und Jungen der Bauernhof-Kindertagesstätte „Kasper und die gestohlenen Weihnachtsgeschenke“

Verbündeter mit Zipfelmütze rettet Bindfelder Seelen

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Der von Haus aus stille Publikumsliebling Kasper wird erst durch Talente wie Gina Noldin zum echten Darsteller-Typ. Die 23-Jährige lebt mit ihrer Familie wahre Puppenspiel-Tradition.

Bindfelde. Da plumpsen den Schützlingen der Bindfelder Bauernhof-Kindertagesstätte gestern Mittag gleich mehrere Steinbrocken von ihrer zarten Adventsseele. Denn verschwundene Weihnachtsgeschenke machen so kurz vorm Fest ja auch keinem Kind Freude.

Zum Glück aber hatten die Mädchen und Jungen in einem spaßigen Rotmantel-Träger namens Kasper einen echten Verbündeten. Und einen wahren Freund mit markanter Nase und überaus neckischer Zipfelmütze.

Den von Haus aus stillen Protagonisten hatte das Team der Puppenbühne Noldin samt seiner mehr oder minder festfreudigen Gespielen aus Oebisfelde ins Atrium der Bindfelder Montessori-Grundschule mitgebracht, damit die jüngsten Nachbarn der freien Lehrstätte ihr ganz persönliches Weihnachtsstück sehen konnten. „Kasper und die gestohlenen Weihnachtsgeschenke“ hieß das Stück, dass die Schwestern Gina (23) und Angelina (17) Noldin neben tiefrotem Samtvorhang vor idyllischer Kulisse aufführten. Das Spiel der Puppen verfolgten gestern in Bindfelde 60 Mädchen und Jungen. Doch die Noldins sind auch durchaus publikumsstärkere Auftritte gewöhnt. Etwa auf Weihnachtsmärkten, in Kulturzentren und immer wieder auch in Schulen und Kinderbetreuungsstätten. Dafür tourt die Familie samt Puppen und Zubehör durch die Altmark, aber auch nach Gifhorn, Ilfeld und Olvenstedt.

Und ihr Repertoire bietet für jede Jahreszeit passenden Stoff. Viel Märchenhaftes ist darunter, wie etwa Das tapfere Schneiderlein oder Hänsel und Gretel. Aber auch modernere Hauptdarsteller haben mittlerweile Platz im Puppenkoffer der Oebisfelder gefunden. So etwa Schlumpf Clumsy, der natürlich von ziemlich blauer Natur ist. Und selbst zeitgenösssische Kinderbuchklassiker wie Pettersson und Findus bringen die Noldins kindgerecht auf die Bühne. „Ein Feuerwerk für den Fuchs“ nennt sich hier das Stück.

Von Antje Mahrhold

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