Ein neues Heim für Rosalie

Veraltetes Waldkauzgehege im Stendaler Tiergarten abgerissen

Momentan lebt Waldkauzdame Rosalie alleine. Mit dem neu gestalteten Gehege soll sie jedoch noch einige neue Mitbewohner bekommen.
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Momentan lebt Waldkauzdame Rosalie alleine. Mit dem neu gestalteten Gehege soll sie jedoch noch einige neue Mitbewohner bekommen.

Stendal – Noch ist Waldkauzdame Rosalie alleine im Tiergarten. Doch das soll sich bald ändern. Mit Hilfe von Lotto-Toto werden die Schneeeulen-Voliere und das Kapuzineraffen-Gehege verschönert – das Gehege für Waldkauze wurde abgerissen und wird gänzlich erneuert.

Insgesamt rund 67 500 Euro kosten die Maßnahmen, woran sich der Glücksspielanbieter mit 33 000 Euro beteiligt. Mit dem neuen Gehege sollen voraussichtlich auch noch zwei bis vier weitere Waldkäuzchen einziehen.

Geplant ist, die jeweiligen Rückseiten der Gehege mit großflächigen Graffiti zu verzieren. So soll das neue Waldkauzgehege, das rund 47 Quadratmeter messen wird, im Hintergrund mit einer Waldlandschaft verschönert werden, die beim Wechsel ins Schnee-Eulen-Gehege zu einer Winterlandschaft wird. „Seit 1999 hat sich im Tiergarten viel getan“, berichtet Dr. Uwe Donner, Vorsitzender der Tiergartenfreunde Stendal. Seit 1999 habe Lotto-Toto insgesamt sieben Projekte im Wert von rund 334 000 Euro gefördert.

Das mittlerweile abgerissene Waldkauzgehege stammte noch aus DDR-Zeiten. Für Donner ist es eine klare Aufwertung. „Wer in den Tiergarten kam, lief erst mal auf dieses alte, dunkle Loch zu“, verdeutlicht Donner. Eine modernere Gestaltung dieses Abschnitts sei von Wert für die gesamte Anlage. „Das Gehege war hoffnungslos veraltet“, fügt er hinzu. Auch bauliche Mängel habe es bei dem alten Bau mittlerweile gegeben. Der Baum, der in das neue Gehege integriert werden soll, habe das alte Fundament mit seinen Wurzeln beschädigt. „Die Steine waren auch marode“, erklärt Tiergartenleiterin Anne-Katrin Schulze weiter. Es sei das letzte Gehege aus DDR-Zeiten gewesen, dass im Laufe der Jahre noch nicht überarbeitet worden sei.

Tiergartenleiterin Anne-Katrin Schulze und Vorsitzender der Tiergartenfreunde Stendal Dr. Uwe Donner (rechts), freuen sich über die Unterstützung, die ihnen am Donnerstagvormittag von Lotto-Toto-Geschäftsführer Marko Ehlebe überreicht worden ist.

Einen exakten Zeitplan gebe es noch nicht, jedoch sollen die Arbeiten, sofern es möglich ist, noch im laufenden Jahr abgeschlossen werden. Das hänge aber stark von den beteiligten Betrieben ab. „Die Handwerksbücher sind voll“, sagt Schulze. Neben dem Fundament, das natürlich vor Ort bearbeitet wird, gehören dazu auch Metallbauteile, die außerhalb des Tiergartens fertigzustellen seien. Diese könnten innerhalb relativ kurzer Zeit an ihrem Bestimmungsort zusammengesetzt werden. Sobald die Arbeiten abgeschlossen sind, würden auch neue Mitbewohner für Rosalie gesucht, berichtet Schulze.

Als mögliches nächstes Projekt für die städtische Einrichtung käme die große Greifvogelvoliere im Eingangsbereich in Frage. „Das ist aber noch alles Spekulation“, stellt Schulze klar.

Momentan sei das Gehege mit drei Falken jedoch nur spärlich besetzt, wie Donner hinzufügt. Jedoch hätten auch diese eine Daseinsberechtigung, wie Schulze erklärt. Im Zuge einer Neugestaltung, bei der Verein und Tiergarten gerne erneut die Lotto-Gesellschaft im Boot hätten, werde nicht nur über eine Wiederherstellung früheren Glanzes nachgedacht.

Zu der Ideensammlung gehöre es genauso, zu erörtern, ob in eine neue Anlage auch andere Tiere mit einziehen könnten. Bis es konkrete Pläne gebe, und eine klare Entscheidung, ob das nächste Projekt die Voliere sein soll, würde es jedoch noch einige Zeit brauchen, versichern die Verantwortlichen.

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